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„YWPA“-Award für engagierte Schülerinnen

Vorne von links die Award Gewinnerinnen: Sonja Bernhard, Miriam Bergmann, Livia Erfurt, Nina Juchum; hinter von links ZONTA: Guljahan Chopanova, Jutta Trube
Kai-Uwe Körner
Montag, 27. 07. 2020 - 13:30 Uhr

Der Zonta-Club Aschaffenburg hat auch in diesem Jahr Schülerinnen, die sich in besonderem Maß für die Gesellschaft engagieren, mit dem „Young Wo¬men in Public Affairs“-Award (YWPA) ausgezeichnet. Bei strahlendem Sonnenschein fand die Preisverleihung auf dem Hof des Maria-Ward-Gymnasiums im Anschluss an die Übergabe der Abiturzeugnisse statt.
Club-Präsidentin Dr. Jutta Trube und ihre Vorstandskollegin Guljahan Chopanova zeichneten vier Schülerinnen aus, die gerade ihr Abitur an dieser Schule bestanden haben. Alle Preisträgerinnen beschäftigen sich intensiv mit der Rolle und den Rechten der Frau in der Gesellschaft und sind einmütig der Ansicht, dass noch viel zu tun ist, um Gleichstellung zu erreichen. Netzwerke wie ZONTA sind hier hilfreich.
Den ersten Preis, mit Euro 300 dotiert, erhielt Livia Erfurt, die wie die Preisträgerinnen Miriam Bergmann und Nina Juchum zu den Mitorganisatorinnen von „Fridays for Future“ zählt.
Livia hat in der Schule viele Aktionen organisiert – soziale, naturwissenschaftliche (Physik-Show) und politische (Moderation „Europa im Gespräch“) – und übernahm früh Verantwortung im außerschulischen Bereich (Beisitzerin, Sprecherin, Geschäftsführerin bei politischen Jugend-Organisationen). Nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) wird sie studieren und strebt einen Beruf an, in dem sie zur Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenlebens beitragen kann. Ihr politisches Engagement will sie auf kommunaler Ebene fortsetzen.
Der Studienwunsch von Miriam Bergmann geht in die Politik oder Wirtschaft. Nach ihrem FSJ will sie während der Ausbildung noch Zeit für weiteres ehrenamtliches Engagement haben.
Nina Juchums berufliche Pläne sind eher noch offen. Auf jeden Fall aber will sie sich weiterhin für die Gleichberechtigung einsetzen und Frauen zu mehr Unabhängigkeit verhelfen.
Bei Sonja Bernhard ist es klar: Sie geht in den medizinischen Bereich. Vor dem Studium plant sie ihr FSJ im Rettungsdienst beim Roten Kreuz. Auch sie wird sich weiterhin ehrenamtlich engagieren.
ZONTA ist ein weltweiter Zusammenschluss von berufstätigen Frauen in verantwortlicher Position, die benachteiligte Frauen unterstützen, begabte Frauen fördern und für die Rechte von Frauen in aller Welt eintreten. Als modernes Netzwerk, in dem sich Frauen für Frauen international und lokal ehrenamtlich engagieren, ist ZONTA überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral. ZONTA International wurde 1919 in den USA gegründet, hat als NGO generellen konsultativen Status bei der UNO/ECOSOC und arbeitet u.a. mit der WHO (World Health Organisation) und dem Europarat zusammen. Weltweit bestehen heute in mehr als 60 Ländern über 1.200 Clubs, die für die Achtung der Menschenrechte, Freundschaft, gegenseitiges Verständnis und Einsatz gegen Gewalt und Unterdrückung stehen.
Der Zonta Club Aschaffenburg wurde im Juni 1978 gegründet. Zurzeit engagieren sich 31 Mitglieder lokal/regional wie auch international in diversen Projekten.

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