Mittwoch, 30.09.2020
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Weltladen Aschaffenburg hilft Produzentinnen und Produzenten in Not – erste Spende in Höhe von 2.000 € an Hilfsfond der GEPA überwiesen

Christine Weiner (li.), bei der GEPA zuständig für den Vertrieb Weltläden und Gruppen in Bayern, nimmt stellvertretend die Spende durch Berit Schurse vom Weltladen Aschaffenburg entgegen.
Berit Schurse
Dienstag, 08. 09. 2020 - 11:45 Uhr

Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen sind eine weltweite Herausforderung. Besonders hart trifft es die Arbeiterinnen und Arbeiter am Anfang der Lieferketten. „Die Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika sind im besonderen Maße von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen. Vielerorts herrscht immer noch Ausgangssperre, so dass die Arbeit in den Werkstätten und auf den Feldern ruhen muss. Zulieferwege sind unterbrochen, fertig produzierte Ware kann teilweise nicht verschifft werden und der Verkauf im Inland ist zum Erliegen gekommen“, erläutert Berit Schurse, Info-Referentin im Weltladen in der Treibgasse. Gleichzeitig können sie laut Schurse am wenigsten mit staatlicher Unterstützung rechnen.
So war schnell klar, dass der Weltladen Aschaffenburg nach Möglichkeiten suchen würde, finanzielle Hilfe zu leisten. Ziel ist es, Produzenten zu stärken, damit sie und ihre Organisationen die Krise überstehen können. Als erste Unterstützung für besonders in Not geratene Produzenten-Organisationen wurden daher 2.000 € an den Handelspartnerfonds des Fairhandels-Lieferanten GEPA überwiesen. „Mit diesem Geld konnten bei den Partnern der GEPA beispielsweise Tüten mit Grundnahrungsmitteln verteilt, Masken und Desinfektionsmittel angeschafft und Lohnfortzahlungen bewerkstelligt werden!“ berichtet Vorstandsmitglied Paul Dorn.
Darüber hinaus beteiligt sich der Weltladen an der Aktion #fairwertsteuer des Weltladen Dachverbandes. Sie zielt darauf ab, die Mehrwertsteuer-Absenkung nicht an die Kunden weiterzugeben, sondern an Fair-Handels-Produzenten im Globalen Süden.
Die Mehrwertsteuer-Absenkung macht nach Angaben von Dorn bei Einkäufen in Weltläden in der Regel nur wenige Cent aus. In der Summe könne im Laufe eines halben Jahres jedoch ein nennenswerter Betrag generiert werden, der für Handelspartner im Süden einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung ihrer Organisationen leisten kann. „Wir werden daher am Ende des Jahres berechnen, welchen Betrag die Mehrwertsteuer-Absenkung an unserem Umsatz ausmacht und diesen auf das dafür eingerichtete Sonderkonto des Dachverbandes einzahlen“, kündigt Dorn an. „Wir sind uns sicher, damit auch im Sinne unserer Kundinnen und Kunden zu handeln, für deren großartige Unterstützung in den vergangenen Monaten wir uns herzlich bedanken wollen!“ ergänzt Schurse.
Über die Vergabe der Gelder aus der Aktion #fairsorgung entscheidet ein Fachgremium mit genauen Kenntnissen des Fairen Handels, das sich aus Mitgliedern des Weltladen Dachverbandes, des Forum Fairer Handel und der Fair-Handels-Beratung zusammen setzt.

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