Freitag, 21.09.2018

Pfarrer Christian Ogu aus Nigeria bittet um Unterstützung für Brunnenprojekt

opolka
Dienstag, 11. 09. 2018 - 09:16 Uhr

Leidersbach Seit 20.August ist Pfarrer Christian Ogu aus Nigeria als Urlaubsvertretung in Leidersbach. Er hält sich zwei Jahre lang in Vallendar auf, wo er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule seine Doktorarbeit schreibt...

Leidersbach Seit 20.August ist Pfarrer Christian Ogu aus Nigeria als Urlaubsvertretung in Leidersbach. Er hält sich zwei Jahre lang in Vallendar auf, wo er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule seine Doktorarbeit schreibt. Dorthin kehrt er am 16.September auch wieder zurück.
Der Pfarrgemeinderat und die Missionsgruppe aus Leidersbach veranstalteten einen Missionsnachmittag im Kolpingheim. Dort stellte Pfarrer Ogu sein Projekt in seiner Heimatgemeinde Umuokoro vor. Er will mithilfe von Spendengeldern aus Deutschland einen Tiefbrunnen bauen. Auf dem Dorf gibt es in Nigeria weder Strom, noch Wasser und keine gut befahrbare Straße. Wasser hat man nur dann, wenn es regnet. Dazu gibt es in der Region einen einzigen Lokalbrunnen mit einer Tiefe von 150 Metern, wo die Bewohner temporär Wasser fassen können. Fünf Kilometer muss man zu Fuß zu diesem Brunnen gehen. Das Wasser ist nicht immer sauber, sodass Infektionen, Durchfall und Wurmerkrankungen sehr häufig sind und lebensbedrohliche Gesundheitsgefahren auslösen. Auch Ogus Vater war davon befallen und starb nach nur dreitägigem Krankenhausaufenthalt.
Gelöst werden kann das Problem nur durch einen 450 Meter tiefen Brunnen. Denn ohne sauberes Trinkwasser ist kein Leben möglich. Die Sterblichkeitsquote könnte um 35% gesenkt werden. Ogu hat schon konkrete Vorstellungen: Die Brunnenbohrung selbst kostet 5000 Euro, ein Wasserreservoir 3000 Euro, ein Stromgenerator 2000 Euro, ein Haus dafür 1000 Euro. Die Rohre für die Weiterleitung in die verschiedenen Ortschaften schlagen mit 3000 Euro zu Buche. Insgesamt sind für das Gesamtprojekt folglich 14.000 Euro erforderlich. Nigerianische Firmen könnten das Projekt mit ausgebildeten Handwerkern umsetzen. Um mit den Arbeiten beginnen zu können sind 7000 Euro Startkapital nötig.
Spontan spendete der Vorsitzende der Kolpingfamilie Ignaz Aulbach aus dem Kolping-Sozialkonto noch während der Veranstaltung 300 Euro für das Projekt. Auch die Erlöse des Missionsnachmittags selbst (650 Euro) und einer vorangegangenen Infoveranstaltung im Pfarrheim Roßbach (500 Euro) kommen dem Projekt zugute. Pfarrer Wissel regte eine Sonderkollekte an. Auch der Erlös eines Solidaritätsessens in Ebersbach wird für das Projekt verwendet. Die Veranstalter hoffen auf weitere zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung. Gespendet werden kann auf das Konto der Katholischen Kirchenstiftung Leidersbach unter der IBAN: DE72 7965 0000 0500 3932 51, Verwendungszweck „Brunnenprojekt Pfarrer Ogu“.

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