Montag, 24.09.2018

Prostata – Problemzone des Mannes PD Dr. Sebastian Rogenhofer MBA Chefarzt Urologie Klinikum Aschaffenburg-Alzenau

PD Dr. med. Sebastian Rogenhofer Chefarzt der Urologie Aschaffenburg Alzenau u. Jutta Marita Hempfling, 1. Vorsitzende VdK OV-Laufachtal
VdK-Laufachtal
Sonntag, 06. 05. 2018 - 11:53 Uhr

Für viele Männer ein Tabuthema, man redet nicht darüber. Die Prostataver- größerung bringt einen starken Harndrang und das Verlieren des Harnes mit sichEin Teil der Samenflüssigkeit wird in der Prostata produziert und das Sekret ist wichtig für die Funktionstüchtigkeit der Spermien und ...

Für viele Männer ein Tabuthema, man redet nicht darüber. Die Prostataver-
größerung bringt einen starken Harndrang und das Verlieren des Harnes mit sichEin Teil der Samenflüssigkeit wird in der Prostata produziert und das
Sekret ist wichtig für die Funktionstüchtigkeit der Spermien und die Zeugungsfähigkeit des Mannes. Die milchige Flüssigkeit ist dünnflüssig und enthält viele Enzyme, wie das prostataspezifische Antigen (PSA), was zur Dünnflüssigkeit beiträgt. Der hormonähnliche Wirkstoff Spermin sorgt vor allem für die Beweglichkeit der Samenzellen. Einer Prosta- titis können sie vorbeugen durch viel trinken, Faustregel: täglich 30 ml pro kg Körpergewicht, viel Bewegung, jeder Schritt zählt, wenig sitzen, Fahrradfahren ist erlaubt. Bei den ersten Beschwerden sollte der Urologe kontaktiert werden. Bei der gutartigen Prostatavergrößerung ist der äußere Schließmuskel vergrößert, der zum Urin halten da ist. Auch ist der Harndrang häufiger und stärker, besonders nachts. Es dauert einige Zeit bis der Urin kommt, der Harnstrahl ist schwächer und das Wasserlassen dauert länger, d. h. die Blase leidet sehr stark, dass sie dagegen arbeiten muss. Nach dem Urinieren tropft Urin nach, die Blase fühlt sich nicht richtig leer an. Man sollte die Symptome gut beobachten. Wenn man lange mit der Therapie wartet, ob pflanzliche Mittel oder verordnete Medikamente, braucht die Blase eine längere Zeit zur Regeneration. Der Rest-Urin ist schlecht für die Blase, weil sich Bakterien ansiedeln. Dann gibt es noch die verschiedenen OP-Möglichkeiten. Die Plasmaschlingen-Verödung der Prostata hält, wenn sie gut gemacht ist, ca. 25 Jahre, blutet aber mehr. Hier wird vom Auge her sauberer gearbeitet. OP durch Laser blutet weniger, sieht vom Auge her nicht schön aus und das Gewebe muss herausgeholt werden. . Diese Methode hält zwischen 5 bis 10 Jahren. Laser ist auch nicht gleich Laser. Wenn es zu weit gewachsen ist, kann man das Gewebe nicht mehr über die Harnröhre herausholen. Ab 100 g großer Prostata wird heute mit einer Bauchspiegelung herausgeschält. Dann gibt es noch die Embolisation seit ca. 4 Jahren. Unter örtlicher Betäubung wird eine Leistenarterie punktiert dann ein sehr dünner Katheter in die erst in die eine Arterie, dann in die andere der Prostata eingeführt. Mittels winziger Kügelchen werden die Äste dieser Arterie dauerhaft verschlossen, was ein Schrumpfen der Prostatazellen zur Folge hat. Dieses Verfahren ist noch kein Standard.

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