Wie barrierefrei ist Aschaffenburg?

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe VdK Aschaffenburg

Aschaffenburg
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Stadtbegehung Aschaffenburg 2019
Foto zeigt die Teilnehmer der Stadtbegehung in Aschaffenburg
Foto: Hans Werner Bernard
Diese Frage stellte sich der VdK Vertreter der jüngeren Generation und Barrierefreiheit Hans Werner Bernard und lud zusammen mit dem Kreisverband Aschaffenburg-Alzenau zu einer Stadtbegehung ein. Gegen 11 Uhr traf man sich am Aschaffenburger Marktplatz und nach einer kurzen Vorstellung...
Diese Frage stellte sich der VdK Vertreter der jüngeren Generation und Barrierefreiheit Hans Werner Bernard und lud zusammen mit dem Kreisverband Aschaffenburg-Alzenau zu einer Stadtbegehung ein.

Gegen 11 Uhr traf man sich am Aschaffenburger Marktplatz und nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurde die Stadtbegehung begonnen. Es machte sich eine Gruppe von ca. 30 Personen auf den Weg um festzustellen, wo Handlungsbedarf besteht.

Die erste Station fand im Parkhaus an der Stadthalle statt. Peter Kolb, FDP, konnte sich sodann vor einer Alltagssituation eines Menschen mit Handicap stellen, als er sich selbst in einen Rollstuhl setzte und versuchte in der Behindertentoilette zu Recht zu kommen. Es wurde angeregt, dass man hier aktiv werden sollte.

Nach dieser Besichtigung ging es weiter Richtung Innenstadt. Schon an der ersten Ampel hatten unsere Teilnehmer vom Blindenbund große Probleme sich zu orientieren. Es fehlten die Markierungen auf dem Boden, die sie mit ihrem Blindenstock ertasten um auf dem richtigen Weg zu bleiben.

Weitere Hindernisse, wie beispielsweise vor Gaststätten die Bestuhlung und Tische und vor Geschäften die Auslagen, fanden sich in der Fußgängerzone. Es wurde festgestellt, dass eine entsprechende Markierung auf dem Boden hilfreich wäre um Gegenständen auf dem Weg auszuweichen, da diese eine Orientierungshilfe darstellten.

Nach einer kurzen Gesprächsrunde der Teilnehmer über Verbesserungsmöglichkeiten führte der Weg weiter in die Innenstadt.

Bürgermeisterin Jessica Euler, CSU, und Bürgermeister Jürgen Herzing, SPD, konnten sich mittels Rollstuhl und Rollator dann an einer Steigung ausprobieren. Sie mussten feststellen, dass dies ein Kraftakt war.

An der Sandkirche angekommen versuchten unsere Rollstuhlfahrer in das Gebäude zu gelangen. Es stellte sich heraus, dass es einen barrierefreien Eingang gab, jedoch sich frei im Gebäude zu bewegen nicht möglich war.

Am Ende der Stadtbegehung bedankte sich der VdK Vertreter der jüngeren Generation und Barrierefreiheit Hans Werner Bernard bei allen Teilnehmern ganz herzlich und regte einen Runden Tisch an, um die möglichen Verbesserungsvorschläge zu erörtern.

Allgemein gesehen zeigte der Weg durch die Aschaffenburger Innenstadt eine teilweise Barrierefreiheit, aber es besteht weiterhin Förderungsbedarf.


Bericht Hans Werner Bernard/Nina-Katharin Kynast
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