Mittwoch, 26.09.2018

Führungen entlang der Strecke 46 im Bereich Seifriedsburg am 09.09.2018 anlässlich des Tages des offenen Denkmals

JLippert
Mittwoch, 12. 09. 2018 - 09:42 Uhr

Die längste historische Autobahnruine Strecke 46 war Schauplatz von Führungen im Rahmen des deutschlandweiten Tags des offenen Denkmals. Im Gemündener Stadtteil Seifriedsburg konnte man auf den Spuren der Bauarbeiter wandeln und Einblick in die in den Jahren 1938 und 1939 stattfinden Bauarbeiten, zu...

Die längste historische Autobahnruine Strecke 46 war Schauplatz von Führungen im Rahmen des deutschlandweiten Tags des offenen Denkmals. Im Gemündener Stadtteil Seifriedsburg konnte man auf den Spuren der Bauarbeiter wandeln und Einblick in die in den Jahren 1938 und 1939 stattfinden Bauarbeiten, zum Bau der an Seifriedsburg vorbeiführenden Strecke 46, nehmen.
Die rund 150 interessierten Gäste vornehmlich aus dem Landkreis Main-Spessart, aber auch aus den Bereichen Hammelburg, Bad Kissingen und Schweinfurt sowie einem interessierten Zuhörer aus Gelsenkirchen, wurden zu jeder vollen Stunde, an der ehemaligen Baustelle der geplanten Feldwegeunterführung am Waldrand zwischen Seifriedsburg und Höllrich, dem sog. Bauwerk (Bw) 176 in Empfang genommen und anhand der im Rahmen eines Förderprojektes aufgestellten Informationstafel von der Seifriedsburger Interessengruppe Strecke 46, Matthias Kübert, Kurt Strohmenger, Klaus Strohmenger, Stefan Köhler und Bürgermeister Jürgen Lippert, auf die Inhalte und Gegebenheiten dieses europaweit einzigartigen Technikdenkmals eingestimmt.
Während der stündlich stattfindenden Führungen wurden die verschiedenen Teilnehmergruppen von Bürgermeister Jürgen Lippert zum sich in der Nähe im Wald befindlichen Bauwerk (Bw) 178, einem Wasserdurchlass geführt und dort die Informationen und Hintergründe zu den damaligen Planungen, zur Trassenführung, zum Bauablauf sowie den verwendeten Materialien näher gebracht.
Zurück am Bauwerk 176, der im Bau befindlichen Feldwegeunterführung Seifriedsburg – Höllrich, wurden die interessierten Gäste anhand der Informationstafel sowie vielen historischen Bildern in die damaligen Bauarbeiten zum Unterführungsbauwerk eingewiesen, von denen heute nur noch ein See zeugt.
Mit vielen Hintergrundinformationen über den Bauablauf mittels Schaufel und Pickel, von Pferden gezogenen Loren zum Abtransport von Erdaushub und einem tragischen Todesfall im April 1939 an diesem Bauwerk, wurden die Besucher nach rund 1 Stunde wieder verabschiedet.
Auch zukünftig sollen in regelmäßigen Abständen Führungen entlang der unter Denkmalschutz stehenden Strecke 46, einer „vergessenen Autobahn zwischen Spessart und Rhön“ stattfinden.


Jürgen Lippert

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