Mittwoch, 19.06.2019

Forscherkids Wertheim: Beim Römerforschertag erlebten Kinder den Alltag im alten Weltreich

Vieles über das einstige Weltreich Rom erfuhren die Kinder in den Forscherferien Ostern.
Birger-Daniel Grein
Dienstag, 30. 04. 2019 - 12:37 Uhr

Wertheim / Osterburken. Eine Zeitreise der besonderen Art erlebten 30 Jungforscher der Forscherkids Wertheim am Freitag. Im Römermuseum Osterburken erfuhren sie einen Tag lang wie der Alltag im einstigen Weltreich Rom aussah...

Wertheim / Osterburken. Eine Zeitreise der besonderen Art erlebten 30 Jungforscher der Forscherkids Wertheim am Freitag. Im Römermuseum Osterburken erfuhren sie einen Tag lang wie der Alltag im einstigen Weltreich Rom aussah. Unterstützt wurden sie dabei von Experten aus dem Museum sowie dem ehrenamtlichen Forscherkidsbetreuer Birger-Daniel Grein und den Paten Luis Busse und Konstantin Weiß. Einleitend erfuhren die Kinder, dass der Limes in unseren Region nahezu gerade von Miltenberg über Osterburken verlief. In Osterburken gab es zwei Kastelle, so nannte man die römischen Kasernen. Ausführliche Informationen gab es über das öffentliche Bad, dessen Ruinen bei Bauarbeiten entdeckt wurden. Heute ist es Teil des Museums. Die jungen Forscher lernten unter anderem, wie die Abläufe in einem solchen Bad waren. Nach dem kompletten Entkleiden übergossen sich die Römer mit kaltem Wasser. Zur Reinigung diente, statt Seife, Öl mit Duftstoffen. Dieses wurde eingerieben und anschließend mit einem stumpfen Schaber abgeschabt. Bei den anschließenden Becken gab es die Auswahl zwischen verschiedenen Temperaturen. Es sei gar nicht so einfach gewesen, die Holzfeuer so zu schüren, dass das Wasser weder zu heiß noch zu kalt wurde, erklärten die Museumsmitarbeiter. Durch heißem Qualm hatte man sogar eine Fußbodenheizung. Im Ruheraum wurde entspannt sowie Mühle und Dame gespielt, aber auch der Tratsch und Klatsch besprochen. Zudem gab es im Bad Masseure, Enthaarung und Kosmetikanwendungen.
Am Geländemodell von Osterburken vor 1850 Jahren lernten die Kinder vieles über römische Architektur. Außerdem stand ein Besuch der Mauerreste der einstigen Kastelle in der Nähe des Museums auf dem Programm. In einem Schriftworkshop stellten die Kinder selbst Tinte aus Ruß, Baumharz und Wasser her und schrieben damit in römischer Schrift und mit Feder. Weitere Themen waren die vielen römischen Götter sowie das Erleben der schweren Schutzausrüstung der römischen Soldaten.

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