Dienstag, 17.09.2019

Forscherkids Wertheim: Blick hinter die Kulissen des Bestenheider Freibads

Einen Einblick in die Technik des Freibads boten den Forscherkids Wertheim in den Ferien für Entdecker.
Birger-Daniel Grein
Mittwoch, 11. 09. 2019 - 14:15 Uhr

Bestenheid. Einen besonderen Schwimmbadbesuch gab es für die jungen Forscher der Forscherkids Wertheim vor kurzem im Rahmen der Ferien für Entdecker ihres Trägers Stadtjugendring Wertheim. Schwimmmeister und Betriebsleiter Ingo Ortel ermöglichte den 16 Sieben- bis Zwölfjährigen einen Blick hinter di...

Bestenheid. Einen besonderen Schwimmbadbesuch gab es für die jungen Forscher der Forscherkids Wertheim vor kurzem im Rahmen der Ferien für Entdecker ihres Trägers Stadtjugendring Wertheim. Schwimmmeister und Betriebsleiter Ingo Ortel ermöglichte den 16 Sieben- bis Zwölfjährigen einen Blick hinter die Kulissen. Er erklärte dabei viel Interessantes über die Technik, die das Wasser sauber hält und für den Betrieb der Attraktionen sorgt. Insgesamt müssten in den vier Becken zusammen rund 3.500 Kubikmeter Wasser gereinigt werden. Zuerst durften die Kinder den Keller unter dem Turm der großen Rutsche betreten. Dort erklärte Ortel die Umwälzpumpen und die Pumpen und Kompressoren für die Attraktionen. Dabei ging er auch darauf ein, wie die neuen Pumpen helfen Energie zu sparen. Weiter ging es in den nächsten Technikraum, wo Ortel die Filteranlagen und die Anlagen zur Chlorzumischung erklärte. Hier wurde auch die Frage der Kinder geklärt, in welcher Form das Chlor ins Wasser kommt. Es wird nicht wie im Pool zuhause in flüssiger oder Tablettenform zugegeben, sondern als Gas zugemischt. Das Chlor dient der Bekämpfung von Bakterien, die vor allem durch mangelndes Abduschen oder Kleinkinder ins Wasser gelangen. Ausführlich ging Ortel auf die digitale Steuerung und Überwachung der Anlage und Wasserqualität ein. Beispielsweise wird der Chlorgehalt automatisch geregelt, abhängig von Beckenart und Nutzeranzahl. „Alle Daten und Störmeldungen sind heutzutage von zuhause abrufbar“, erklärte Ortel. Er zeigte und erklärte zudem die Warmwassererzeugung durch schwarze Leitungen auf dem Dach durch die das Beckenwasser fließt und durch die große Wärmepumpe, die die Wärme aus dem Mainwasser gewinnt und diese über Ammoniak überträgt. Das Beckenwasser kommt dabei weder mit dem Mainwasser noch mit dem Ammoniak in Kontakt. Weiter ging es zum Chlorraum in der 17 Flaschen mit je 65 Kilogramm gelagert werden. Auf dem Rückweg ins Bad berichtete Ortel über die Vielfältigen Aufgaben der Fachangestellten für Bäderbetriebe und deren Ausbildung. Am Rand des Nichtschwimmerbeckens zeigte er, wie die Messung der Chlorwerte von Hand gemessen wird. Außerdem, zeigte er den „Brunnen“ aus dem das Freibad sein Wasser bezieht. Durch diese direkte Wassergewinnung könne man viel Wasserkosten einsparen.

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