Dienstag, 17.09.2019

Forscherkids Wertheim: Arabischer Kochkurs

Bei einem Kochkurs rund um die arabische Küche lernten Kinder vieles über Essen und Kultur in Syrien.
Birger-Daniel Grein
Mittwoch, 11. 09. 2019 - 14:24 Uhr

Bestenheid. Zum Abschluss der Ferien für Entdecker des Stadtjugendring Wertheim bot dessen Sparte Forscherkids Wertheim am Dienstag ein kulinarische Reise nach Syrien. In einem Kochkurs in Kooperation mit dem internationalen Frauentreff von „Willkommen in Wertheim“ bereiteten die Kinder verschiedene...

Bestenheid. Zum Abschluss der Ferien für Entdecker des Stadtjugendring Wertheim bot dessen Sparte Forscherkids Wertheim am Dienstag ein kulinarische Reise nach Syrien. In einem Kochkurs in Kooperation mit dem internationalen Frauentreff von „Willkommen in Wertheim“ bereiteten die Kinder verschiedene arabische Gerichte zu, die ihre Alterskollegen in Syrien gerne essen. Unterstützt wurden sie dabei von sieben syrischen Frauen und Mädchen.
Mit viel Spaß wurde in Gruppen geschnitten, gerührt, gebraten und gebacken, so dass im Laufe der vier Kursstunden in der Küche der Grundschule Bestenheid ein ganzes Menü entstand. Die Frauen standen dabei mit Rezepten und hilfreichen Tipps zur Seite. Die Kinder probierten bei der Aktion Gerichte, die sie vorher noch nicht kannten. Neu war für sie auch, die Zutaten in Tassen, statt in Gramm abzumessen. Als Vorspeise gab es „Kobba“, ein kaltes Gericht aus Bulgur, Paprika- und Tomatenmark, Kreuzkümmel und Olivenöl. Kräutern spielen in der arabischen Küche allgemein eine große Rolle. Das merkte man auch am Salat, der neben grünen Salat, Paprika und Tomaten auch Minze, Koriander und viel Petersilie enthielt. Satt Essig wird Zitronensaft verwendet. Zum Salat gab es frittiertes Fladenbrot. Zum Hauptgang stellte man „Hümeida“ her, gefüllte Teigtaschen mit Kartoffeln und Käse oder Spinat gefüllt. Sie werden aus einem Hefeteig geformt und im Backofen gebacken. Zum Nachtisch gab es „Barazek“, Kekse mit Sesamüberzug. Ein interessantes Geschmackserlebnis war für viele auch selbstgemachter Ayran, ein mit Salz gewürztes Getränk aus Joghurt und Wasser. Das Kochen fassten die jungen Forscher zwischen sieben und zwölf Jahren zufrieden zusammen:“ Es gab viel zu tun, es hat Spaß gemacht und wir werden es zu Hause Nachkochen.“ Das Ergebnis schmeckte allen. Die Kinder erfuhren auch vieles über die syrische Kultur. So übten sie sich auf arabisch vorzustellen und zu zählen. Sie lernten weiterhin die Schrift- und Zahlzeichen kennen. Gesprochen wurde auch über muslimische Feste und Rituale wie Ramadan und das Zuckerfest. Zu diesem bekommen die Kinder neue Kleider. „Reiche Menschen spenden den Armen Geld, damit sie sich neue Kleider kaufen können“, berichteten die Frauen. Die Kinder erfuhren aber auch, dass Christen und Muslime ihre jeweiligen Feste in Syrien gemeinsam feierten. Die Helferinnen im Kurs setzen diese Tradition in Deutschland fort.

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