Realschule Marktheidenfeld erhält Auszeichnung beim Wettbewerb Zeitzeichen

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Staatliche Realschule Marktheidenfeld

Marktheidenfeld
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Erinnerungszeichen203
Die Preisträger bei der Verleihung, (v.l.n.r.) Dr. Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Collin Roth, Athanasios Nikou, Daniel Lukacs, Constantin Betz, Elias Völker, StR (RS) Steffen Baumann, Seminarrektor (SemR) und ZFL Christian Fritsche
Foto: Glueckert
Eine besondere Auszeichnung erhielten die Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs „Politik und Zeitgeschichte“ der Staatlichen Realschule Marktheidenfeld. Der Beitrag „Wir wollen nicht wegschauen! Realschüler unterstützen die Verlegung von Stolpersteinen“ wurde von der Jury des Schülerlandeswettbewe...
Eine besondere Auszeichnung erhielten die Schülerinnen und Schüler des Wahlfachs „Politik und Zeitgeschichte“ der Staatlichen Realschule Marktheidenfeld. Der Beitrag „Wir wollen nicht wegschauen! Realschüler unterstützen die Verlegung von Stolpersteinen“ wurde von der Jury des Schülerlandeswettbewerbs Erinnerungszeichen mit einem Sonderpreis in der Kategorie Realschulen gewürdigt. Das ansehnliche Preisgeld wurde von der Bayerischen Volksstiftung zur Verfügung gestellt. Motivation für die Arbeit an einem Beitrag war die Ankündigung von Bürgermeister Thomas Stamm, Stolpersteine für die 1942 deportierten jüdischen Mitbürger aus Marktheidenfeld zu verlegen. Das Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ bot darüber hinaus interessante Anregungen, um „auf den Spuren jüdischen Lebens in Bayern“ zu forschen, wie der Wettbewerb 2021/22 überschrieben war.
Wichtige Grundlagen für die Recherchearbeit waren die zahlreichen Veröffentlichungen von Dr. Leonhard Scherg und Martin Harth, vor allem deren gemeinsames Buch „Juden im Landkreis Marktheidenfeld“.
Neben der Recherchearbeit im Wahlfachunterricht besuchten die Schüler zusammen mit ihrem betreuenden Lehrer Steffen Baumann das Mahnmal oberhalb von Marktheidenfeld sowie die Straßen und Häuser, an denen nun Stolpersteine an das Schicksal der ehemaligen Mitbürger erinnern.
Höhepunkt der Arbeit war die Verlegung am 11. März 2022 selbst, bei der die Wahlfachschüler in der Untertorstraße 12 an das Schicksal der Familie Freimark erinnerten. Besonders beeindruckte hierbei die Begegnung mit Stolperstein-Initiator Gunter Demnig.
Am Ende des Beitrags fassten die Schüler ihre Eindrücke zusammen. „Dieses Thema scheint durch Schulbücher fern vom Alltag, doch die Beschäftigung damit zeigte, dass sich die Geschichte nicht in weiter Ferne ereignete, sondern so gut wie vor meiner Haustür“ bilanziert Zehntklässler Athanasios.
Der Preisverleihung im Senatssaal des Bayerischen Landtags ging eine Podiumsdiskussion voraus. Landtagsvizepräsident Karl Freller, Staatsminister Michael Piazolo und der Antisemitismus-Beauftragte der Staatsregierung, Ludwig Spaenle, würdigten die zahlreichen Beiträge aller Schularten und appellierten gleichzeitig an die Wachsamkeit gegenüber der aufkommenden Judenfeindlichkeit in der Gesellschaft.
Kultusminister Michael Piazolo freute sich besonders, dass trotz der erschwerten Umstände durch die Pandemie auch in diesem Schuljahr so viele Wettbewerbsbeiträge eingereicht worden seien: „Mit Eurer Teilnahme am Wettbewerb ‚Erinnerungszeichen‘ habt [Ihr] dabei mitgeholfen, jüdisches Leben in Bayern sichtbar zu machen.“
Die Urkunden an die Schüler Constantin Betz, Daniel Lukacs, Athanasios Nikou, Collin Roth und Elias Völker bilden eine besondere Würdigung im Abschlusszeugnis, das alle in Kürze überreicht bekommen.
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