Mittwoch, 19.12.2018

Lehrkraft aus Indonesien an Kaufmännischer Berufsschule

Der Austauschlehrer Endik Kuswanto (Mitte) zeigt einer Fachklasse mit Kaufleuten für Spedition und Logistikdienstleistung sowie dem Klassenlehrer, OStR Sebastian Weyres (li.) die Figur des Bapang.
Marion Hain
Freitag, 07. 12. 2018 - 13:16 Uhr

Aschaffenburg. „Die Figur heißt Bapang Joyo Sentiko. Er ist ein bisschen komisch. Seine Farbe im Gesicht ist immer rot – das bedeutet grausam. Er hat eine lange Nase- das bedeutet arrogant. Seine Rasse ist Riese – aber er hat auch eine menschliche Seite: Erhabenheit und Fröhlichkeit...

Aschaffenburg. „Die Figur heißt Bapang Joyo Sentiko. Er ist ein bisschen komisch. Seine Farbe im Gesicht ist immer rot – das bedeutet grausam. Er hat eine lange Nase- das bedeutet arrogant. Seine Rasse ist Riese – aber er hat auch eine menschliche Seite: Erhabenheit und Fröhlichkeit.“ In gutem Deutsch stellte Endik Kuswanto, Gastlehrer aus Indonesien, den Schülerinnen und Schülern der Kaufmännischen Berufsschule Aschaffenburg viele interessante Details zu den Lebensumständen in Indonesien aus erster Hand vor.

So beispielsweise, dass der Bapang-Maskentanz in seiner Heimatstadt zur Eröffnung von allen offiziellen Veranstaltungen aufgeführt wird. Endik Kuswanto unterrichtet Deutsch und Englisch an der SMA Islam Kepanjen. Dies ist eine Art privater beruflicher Oberschule in Malang, einer Stadt im Ostteil des Inselstaats Indonesien. An der Staatlichen Berufsschule 2 hospitierte er drei Wochen lang, um das deutsche Schulsystem kennen zu lernen und interkulturelle Erfahrung zu sammeln.

Dabei lernte er die Vorzüge des dualen Systems der Berufsausbildung, das ihm bis zu Beginn seiner Hospitation in Aschaffenburg nur vom Hörensagen bekannt war, kennen und zeigte sich während seines Aufenthalts von der Berufsschule und dem dortigen Unterricht sehr angetan: „Ich habe viele neue Erfahrungen für meinen Unterricht bekommen. Jede Klasse hat moderne Lerngeräte und alle verbinden mit dem Internet. Die Lehrer hier sind sehr begeistert zu unterrichten. Die Schüler hier sind gut und aktiv in der Klasse. Die Zeit ist immer pünktlich“, so die Aussage des Lehrers. „Solange ich hier hospitiert habe, fühlte ich mich sehr angenehm und glücklich. Ich werde die Lehrer und Schüler der Kaufmännischen Berufsschule alle vermissen. Hoffentlich treffen wir uns später wieder.“

Jedes Jahr finanziert die Kultusministerkonferenz im Rahmen des PASCH Programmes „Schulen: Partner der Zukunft“ Deutschlehrkräften aus nahezu aller Herren Länder einen Aufenthalt in Deutschland mit dem Ziel, das Wissen über Deutschland in die dortigen Schulen zu tragen. Zuvor durchlaufen die Interessenten ein Bewerbungsverfahren, in das auch die jeweilige deutsche Botschaft eingebunden ist. Sebastian Weyres (OStR)

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