Christen aus Kleinostheim und der Ukraine feiern die Trotz-Kraft von Ostern

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe St. Laurentius Kleinostheim

Kleinostheim
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Foto: sankt-laurentius-kleinostheim
Segen für Geflüchtete und Begleiter
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Eine Woche nach uns feierten die orthodoxen Christen ihr Osterfest. Zu diesem bekamen die ca. 40 aus der Ukraine Geflüchteten in Kleinostheim einen Besuch und einen Ostergruß aus St. Laurentius: mit rot gefärbten Eiern, Osterlamm, Osterbrot, Schokolade und der Einladung, am 14...
Eine Woche nach uns feierten die orthodoxen Christen ihr Osterfest. Zu diesem bekamen die ca. 40 aus der Ukraine Geflüchteten in Kleinostheim einen Besuch und einen Ostergruß aus St. Laurentius: mit rot gefärbten Eiern, Osterlamm, Osterbrot, Schokolade und der Einladung, am 14. Mai gemeinsam die Trotzkraft von Ostern zu feiern!
Sie wurde gerne angenommen und Frauen aus der Ukraine trugen im Gottesdienst die Lesung auf Ukrainisch vor: „Gott wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen. Er, der auf dem Thron saß, sprach: Seht, ich mache alles neu!“
Mit ihrem Kind auf dem Arm verkündete eine ukrainische Mama das Evangelium in der Muttersprache.
Eine der Gastgeberinnen hatte die Predigt von Pfarrer Heribert Kaufmann übersetzt, der Martin Buber zitierte: „Liebe deinen Nächsten - er ist wie du!“ Liebe deinen Nächsten - nicht, weil er dir sympathisch ist, weil er freundlich zu dir ist, sondern weil er ist wie du: ein Mensch, dein Mitmensch - wie du angewiesen auf Respekt und Solidarität, wie du angewiesen auf Ehrlichkeit und Gerechtigkeit, wie du angewiesen auf Anteilnahme an seinem Schicksal und auf Hilfe in Not.
Die Nächsten-Liebe muss sich heute wohl mehr und mehr zur Fernsten-Liebe weiten. In einer globalen Welt mit so viel Bewegung, Migration und Flucht gilt es, die Liebe zu entgrenzen. Schön, dass dies geschieht, wenn Menschen hier und überall Kinder, Frauen und Männer, Familien und alte Menschen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtet sind, Zuflucht, Aufnahme, Verständnis, Gastfreundschaft, Hilfe und Unterstützung schenken. Liebe schenkt Zukunft. Da können Christen egal welcher Prägung gemeinsam hoffnungsvoll Ostern feiern. Ostern verwandelt Ver-schlossenheit in Ent-schlossenheit!
Diese Zuversicht schwang auch in den Taizé-Liedern, die gemeinsam auf Deutsch und Ukrainisch in der Laurentius-Kirche gesungen wurden.
Zum Schluss wurden die Geflüchteten und alle, die mit ihnen verbunden sind, besonders unter den Segen Gottes gestellt.
Nach dem Gottesdienst standen die Erwachsenen noch eine Weile im Abendlicht auf dem Kirchplatz zusammen, während die Kinder es genossen, miteinander zu spielen.

St. Laurentius, Kleinostheim
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