Dienstag, 27.10.2020
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Eine Erfolgsgeschichte in Schweinheim: Schwalbennenst feiert kleines Jubiläum

Ein Ständchen zum Jubiläum: Judith Selina, Nicole Richartz, Nadja Kunkel und Aylin Heilmann (v.l.n.r.) feiern fünf Jahre "Schwalbennest" beim St. Johannis-Zweigverein.
Klaus Gast
Mittwoch, 14. 10. 2020 - 17:01 Uhr

Es ist eine Erfolgsgeschichte, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Seit fünf Jahren gehört das „Schwalbennest“ zum St. Johannis-Zweigverein. Das Angebot wurde in dieser Zeit ausgebaut und besteht jetzt aus vier Kindergarten- und drei Kinderkrippengruppen. Ein kleines Jubiläum, das dennoch gebührend gefeiert wurde. Einige Mitarbeiterinnen begrüßten den Vorstand des Vereins auf seiner letzten Sitzung mit einem Ständchen. Die Köchin Nadja Heeg, die sonst für die gesunde Ernährung der Kinder zuständig ist, hatte zudem eigens eine Torte gebacken – dem Anlass entsprechend bunt und süß verziert mit dem Vereinslogo und einem Schwalbennest. 1996 wurde das Haus an der Steubenstraße bezogen. Seit dieser Zeit schon ist Nicole Richartz, die stellvertretende Leiterin, dabei. Bernd Keßler, der Vorsitzende des St. Johannis-Zweigvereins, stellte besonders heraus, dass der große Verbund der Kinderbetreuungseinrichtungen in Schweinheim im Interesse der Allgemeinheit sei. Mit insgesamt 350 Plätzen könne der Verein sparsamer und wirtschaftlicher agieren, was letztlich den Eltern zugute komme. Außerdem könne er sich viel schneller neuen Anforderungen stellen. Keßler nannte als ein Beispiel die kurzfristige Bereitschaft, eine neue Krippe als Außenstelle des Schwalbennestes am Sportweg einzurichten. Die vor knapp zwei Jahren eingeweihte Einrichtung war damals die erste integrative Kinderkrippe in der Stadt.
Die ehrenamtliche Vereinsführung und die kleine Geschäftsstelle entlasten zudem das Personal von Verwaltungsaufgaben. Das kommt dann den Kindern zugute. Nadja Kunkel, die seit 2003 das „Schwalbennest“ leitet, findet lobende Worte für die aktuelle Konstellation: „Wir haben mit dem St. Johannis-Zweigverein einen Träger, der immer hinter uns steht. Das ist für die Leitung des Hauses sehr wichtig. Der Verein und seine Führung sind sehr engagiert und zeigen großes Interesse an unserer Arbeit. Das stärkt uns natürlich den Rücken.“ Ein Problem, von dem auch das „Schwalbennest“ nicht verschont bleibt, ist der Personalmangel. Auch hier sieht Keßler bessere Chancen für Einrichtungen in einem größeren Verbund. „Ein großer Sozialverein bietet bessere Entwicklungsperspektiven für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, so wird die Personalgewinnung und das Halten qualifizierten Personals leichter.“ Dennoch bleibe die Personalfrage eine „nicht zu unterschätzende Aufgabe.“
Für die Zukunft des „Schwalbennestes“ hat der St. Johannis-Zweigverein klare Vorstellungen. Nachdem die Einrichtungen St. Franziskus und Maria Geburt bereits den Status als „Haus für Kinder“ tragen, soll auch an der Steubenstraße solch eine umfassende Kinderbetreuung mit Krippe, Kindergarten und Hort entstehen. Die Außenstelle war bereits der erste Schritt auf diesem Weg. Keßler: „Das ist eine realistische Zukunftsperspektive“. Nicht nur die Jubiläumstorte hat Lust auf mehr gemacht.

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