Mittwoch, 08.12.2021

„Demokratie und Menschenrechte sind universal“ – Dr. Ali Fathollah-Nejad spricht am SGA

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Spessart-Gymnasium Alzenau

Alzenau
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Dem Projekt-Seminar „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Kursleitung von StRin A. Mavroidi, der Fachschaftsbetreuung für Sozialkunde, OStRin I. Bambeck, und ca. 700 angemeldeten Schüler*innen war es eine Ehre, am 01...
Dem Projekt-Seminar „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ unter der Kursleitung von StRin A. Mavroidi, der Fachschaftsbetreuung für Sozialkunde, OStRin I. Bambeck, und ca. 700 angemeldeten Schüler*innen war es eine Ehre, am 01.03.18 einen international angesehenen Politikwissenschaftler, der bei der DGAP in Berlin beschäftigt ist und derzeit als Gastdozent beim Brookings Institute in Doha arbeitet, zu begrüßen. Der Titel seiner drei thematisch gleichen Vorträge lautete: „Europa und seine Nachbarregion: Reflexionen und Lehren aus dem ‚Arabischen Frühling‘ bis hin zum ‚Krieg gegen den Terror‘“.
So erfuhren wir, dass der Begriff „Naher Osten“ aus einer eurozentrischen Sicht der ehemaligen Kolonialmächte heraus geprägt wurde und besser durch wertneutrale Begriffe wie „Nordafrika“ und „Westasien“ ersetzt werden könnte. Außerdem wurde deutlich, dass der europäische Kontinent mit Nordafrika und Westasien eng verwoben ist und einen gemeinsamen geopolitischen und ökonomischen Raum darstelle, was man auch am Beispiel des „Arabischen Frühling“ sehen könne. Der sogenannte „Krieg gegen den Terror“, der bisher mehr als 1 Mio. Opfer gefordert hätte, entpuppte sich als weiterer Antrieb einer zerstörerischen Dynamik. Unser Referent wünschte sich an dieser Stelle eine stärkere Einbeziehung jener Themen in den Unterricht und einen vorsichtigen Umgang mit der medialen Darstellung selbsternannter Terrorexperten. Für die anwesenden Schüler*innen gab es viel Raum für eigene Fragen, so dass sich interessante Diskussionen entwickelten. So unser Referent: „Erwachsene Experten stellen keine besseren Fragen!“
Die Reflexionen und Lehren, die wir als Zuhörer mitnehmen konnten, lassen sich wie folgt zusammenfassen: 1) Europa und seine Nachbarregion sind eine gemeinsame Region, in der es schon immer Migration gab, gibt und noch verstärkt geben wird. 2) Kultur ist ein soziales Konstrukt, das erlernbar und wandelbar ist. 3) Für die nachhaltige Sicherung von Frieden braucht es demokratische Grundprinzipien und die Einhaltung universaler Menschenrechte. Wir hoffen sehr, dass seine Denkanstöße, der SGA-Familie eine Perspektive auf aktuelle Konflikte aufzeigen konnten, die ihren Fokus auf das legt, was Menschen eint, als auf das, was sie voneinander trennt. Eine Perspektive, die im Sinne einer Menschenrechtserziehung, Frieden statt Krieg lehrt! (verfasst von Artemis Mavroidi)
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