Samstag, 16.10.2021

Kreative Schüler im Sinngrund zeigen, wie sie ihre Schule vermissen

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Sinngrundschule Burgsinn

Burgsinn
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Malena (6 Jahre) hat ein Bild von der Schulfamilie gebastelt
Foto: Meisenzahl Michael
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Rektor Michael Meisenzahl (links) und Konrektor Alexander Obert (rechts) im Video zum Wettbewerb ?Schule ohne Schüler ist nicht schön - was vermisst du an der Schule??
Foto: Meisenzahl Michael
„Ich vermisse meine Lehrerin und meine Freunde“ – mit großen Buchstaben hat Malena aus der ersten Klasse diesen Satz auf die selbst gebastelte Pausenhoflandschaft geschrieben. Und damit ist sie nicht alleine: Jeden Tag trudeln in der Sinngrundschule Burgsinn solche kleinen Kunstwerke ein...
„Ich vermisse meine Lehrerin und meine Freunde“ – mit großen Buchstaben hat Malena aus der ersten Klasse diesen Satz auf die selbst gebastelte Pausenhoflandschaft geschrieben. Und damit ist sie nicht alleine: Jeden Tag trudeln in der Sinngrundschule Burgsinn solche kleinen Kunstwerke ein.
„Wir Lehrer vermissen euch Schülerinnen und Schüler – was vermisst ihr an der Schule?“ Diese Videobotschaft auf der Homepage der Schule ist der Grund dafür, dass viele Kinder und Jugendliche im Sinngrund zuhause kreativ werden. So wie Antonia aus der 9. Klasse, die in ihrem „Corona-Gedicht“ über fünf Strophen zusammenfasst, wie sie sich fühlt: „Ja ich wage es und sage, was ist wohl die größte Plage, Corona ist das böse Wort, das muss schnell fort von diesem Ort.“ Und Leni und Max (Klasse 4) nahmen mit coolen Sonnenbrillen auf der Nase sogar einen englisch-deutschen Rap auf, den sie an die Schule schickten: „Keine Pause, keine Freunde ist nicht okay – auch die Lehrer sind von uns so far away“
Schulleiter Michael Meisenzahl ist beeindruckt: „Natürlich hatten wir gehofft, dass sich unsere Schüler über das Video angespornt fühlen.“ Aber die Fülle an positiven Reaktionen, die auf den Aufruf folgte, überraschte ihn dann doch: „Es ist schön zu sehen, wie unsere Schulfamilie auch in dieser besonderen Situation zusammenhält und den Kopf nicht hängen lässt. Wir bekommen sogar Anfragen von Schülern aus anderen bayerischen Schulen, ob sie ebenfalls teilnehmen dürfen.“ Konrektor Alexander Obert ergänzt: „Dies ist eine außergewöhnliche Herausforderung für uns alle, Kinder und Jugendliche sollen schließlich so weit wie möglich den persönlichen Kontakt untereinander vermeiden.“ Natürlich sei es Hauptaufgabe der Schule, Aufgaben online zu versenden, diese dann zu korrigieren und mit Tipps zum Weiterlernen digital zurückzusenden. „Doch gerade wenn Heranwachsende kreativ werden, können wir doch verhindern, dass ihnen die Decke auf den Kopf fällt.“ Der Videoaufruf trage seiner Meinung sicher dazu bei.
Das erklärte Ziel: Möglichst viele Einsendungen von allen fast 200 Schülerinnen und Schülern, die am Ende der Schulschließung in einer großen Präsentation gezeigt und ausgezeichnet werden. Und nicht nur Antonia hofft, dass das bald der Fall sein wird, wie die letzten Zeilen ihres Gedichts ausdrücken: „Nun ein paar letzte Worte, so bleibt daheim an eurem Orte. Dass der Irrsinn bald ein Ende nimmt und das Leben wieder beginnt.“
Das ganze Video finden Sie unter www.schule-burgsinn.de

Text und Fotos: Michael Meisenzahl
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