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SeniorenWohnen: St. Martins Feier zu Coronazeiten

Die Kinder der Kita "Zauberwald" singen für die Bewohner des Seniorenwohnen Alzenau.
Daniela Vogt
Mittwoch, 18. 11. 2020 - 13:11 Uhr

Kita singt für Bewohner in Alzenau

Auf den Tischen jeder der sieben Wohnbereiche stehen Laternen. Die Senioren lauschen den Sankt-Martins-Geschichten und essen Weckmänner, als sie plötzlich vor dem Haus Kinderstimmen singen hören.

„Sankt Martin ist jedes Jahr ein tolles Erlebnis mit unserer kooperierenden Kita. Trotz der momentanen Situation haben wir also versucht das Beste daraus zu machen“, so Daniela Vogt, Leiterin der Sozialen Betreuung im SeniorenWohnen Alzenau. Aufgrund der Pandemie feiert das Haus dieses Jahr erstmalig getrennt auf den Wohnbereichen mit den Senioren das traditionelle Martinsfest.

Im Vorhinein hatte die Soziale Betreuung mit den rund 30 Bewohnern pro Wohnbereich selbst Laternen gebastelt, um sich auf das Fest einzustimmen. „Das ist eine jährliche Tradition, die auch eine Pandemie nicht stoppen kann“, so Vogt. Tradition ist im SeniorenWohnen großgeschrieben. Denn vor allem für die dementiell veränderten Senioren können alljährlich wiederholte Prozesse Erinnerungen wecken – sei es der Geruch von frischem Laub auf den Tischen oder das Hören von altbekannten Geschichten. So dürfen bei dem gemütlichen Vormittag die Sankt-Martins-Geschichten nicht fehlen. „Auch das gemeinsame Singen gehört gewöhnlich zum Programm, jedoch konnte dies aufgrund der Hygienevorschriften nicht wie sonst durchgeführt werden“, weiß die Ergotherapeutin. Kurzerhand findet Vogt mit ihrem Team eine Lösung: die Lieder werden einfach als Gedicht vorgetragen. Während die Senioren eifrig dem Programm lauschen, gibt es zur Stärkung für jeden einen kleinen Sankt-Martin aus Hefeteig.

„Unsere Senioren waren sehr traurig, dass die Kita „Zauberwald“ nicht wie sonst immer zum gemeinsamen Singen mit Reiter und Pferd in den Hof vor der Einrichtung kommen konnte“, so Vogt. So ist die Freude doppelt groß, als die Senioren plötzlich von außerhalb der Einrichtung Sankt-Martins-Lieder hören. Denn um das Haus laufen in Kleingruppen etwa 25 Kita-Kinder mit ihren Betreuerinnen, die sonst jeden Monat zum gemeinsamen Singen in die Einrichtung kommen, und besingen die Senioren mit den traditionellen Martinsliedern. „Es war schön zu sehen, wie die Senioren durch die Musik und die Kinder aufblühten“, resümiert Vogt. Denn gerade zu Coronazeiten zählen solche Gesten des Zusammenhalts und der Unterstützung.

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