Ehrenamtliche entlasten den Pflegealltag

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe SeniorenWohnen Alzenau

Alzenau
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Ehrenamtliche Helga Frei liest den Bewohnern der Einrichtung vor.
Foto: NeleRuppmann
Freiwillige Helfer in der Pflege Ehrenamtliche Mitarbeiter schenken Nähe und sorgen durch bunte Angebote für Abwechslung. Ein Einsatz, der für alle Beteiligten zum Plus wird. Vorsichtig streicht eine langjährige Ehrenamtliche über die Hand eines Bewohners im Rollstuhl...
Freiwillige Helfer in der Pflege
Ehrenamtliche Mitarbeiter schenken Nähe und sorgen durch bunte Angebote für Abwechslung. Ein Einsatz, der für alle Beteiligten zum Plus wird.

Vorsichtig streicht eine langjährige Ehrenamtliche über die Hand eines Bewohners im Rollstuhl. Der Senior muss schmunzeln, als die freiwillige Helferin ihm aus seinem liebsten Witzebuch vorliest. 

„Wenn ich solche Situationen beobachten darf, geht mir das Herz auf“, so Daniela Vogt, stellvertretende Leiterin der Sozialen Betreuung im SeniorenWohnen Alzenau. Ob zum Vorlesen, Unterhalten oder zum gemeinsamen Musizieren – jede Woche besuchen mehrere Ehrenamtliche die Bewohner in der Bachstraße 2. Auch für den Begleitdienst in die Kirche sind die Helfer an mehreren Tagen in der Woche zuständig. Rund 85 Freiwillige kommen dabei auf die 201 Bewohner des Seniorenwohnens. „Da wir noch recht ländlich leben, ist die Zahl der Helfer groß“, findet Vogt. Diese kommen eigenständig auf die Einrichtung zu oder werden durch die Alzenauer Ehrenamtlichen-Börse „angeworben“. „Manche sind schon seit 20 Jahren bei uns tätig“, weiß Vogt. Einige ehemalige Helferinnen seien inzwischen sogar selbst Bewohnerinnen.
Doch nicht nur für die Senioren ist die Aufmerksamkeit der freiwilligen Helfer unbezahlbar. „Unsere 85 Ehrenamtliche entlasten unser Team drastisch“, weiß die stellvertretende Leiterin der Sozialen Betreuung. Das Haus honoriert den Einsatz mit einem jährlichen Dankeskaffee. „Zu dem Event veranstalten wir Vorträge zu Demenz und Pflegethemen, sodass sich jeder informieren kann“, so Vogt. Ein Vorteil der freiwilligen Arbeiter sei die zusätzliche Zeit, die für die Senioren aufgebracht werden kann. Ferner sei es wichtig, die Bewohner nicht abzukapseln - schließlich seien auch Pflegebedürftige Teil der Gesellschaft. Vogt: „Ehrenamtliche bringen die Welt draußen zu unseren Bewohnern. Und sei es nur durch eine Geschichte vom Wochenmarkt.“ Gleichzeitig erzählen die Helfer Freunden und Verwandten von ihrer Tätigkeit und motivieren andere sich ebenfalls einzubringen.
„Die Bindungen, die entstehen, sind wundervoll mit anzusehen“, so Vogt. Nicht selten entstünde durch das Ehrenamt ein Art neue Familie. Für viele jüngere seien die Bewohner der Oma- oder Opa-Ersatz. Auch die Senioren genössen die Zeit mit den Jungen, da sie ihnen Weisheiten und Geschichten weitergeben könnten. „Ein Ehrenamt wird zwar nicht entgeltet, aber es bietet so viele schöne, zwischenmenschliche Momente.“
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