Sonntag, 16.05.2021

Zwanzig Gesprächsgruppen unter einem Dach - Selbsthilfe bei Depressionen e.V.: Tätigkeitsbericht 2019

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Selbsthilfe bei Depressionen e.V.

Aschaffenburg
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Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Der Vorstand des Selbsthilfe bei Depressionen e.V. bestehend aus Manfred Fuchs, Alexandra Ruch und Franz Rieder (von links)
Ein Bild aus Vor-Corona-Zeiten: Der Vorstand des Selbsthilfe bei Depressionen e.V. bestehend aus Manfred Fuchs, Alexandra Ruch und Franz Rieder (von links)
Foto: Selbsthilfe bei Depressionen e.V.
Die Entwicklung der letzten Jahre innerhalb des Selbsthilfevereins zeigt, dass Menschen mit psychischer Erkrankung im Großraum Aschaffenburg neben Medikation und Psychotherapie in immer höherem Maße die Möglichkeit der Selbsthilfe in Gesprächsgruppen in Anspruch nehmen...
Die Entwicklung der letzten Jahre innerhalb des Selbsthilfevereins zeigt, dass Menschen mit psychischer Erkrankung im Großraum Aschaffenburg neben Medikation und Psychotherapie in immer höherem Maße die Möglichkeit der Selbsthilfe in Gesprächsgruppen in Anspruch nehmen.

Der Mitgliederbestand hat sich im Jahresvergleich um 22 auf 286 erhöht. Der stetige Anstieg der Mitgliederzahl um mindestens 20 pro Jahr spiegelt sich auch in der zunehmenden Anzahl von Gesprächsgruppen wieder, die mittlerweile bei 20 liegt. In 2019 wurde eine zweite Gesprächsgruppe für Menschen mit Altersdepression gegründet, erstmals wird unter dem Dach des Selbsthilfe bei Depressionen e.V. im Großraum Aschaffenburg auch eine Gruppe für Menschen angeboten, die unter einer Zwangserkrankung leiden. Anfang 2020 hat der Verein nun zusätzlich eine Gruppe für hochsensible Menschen ins Leben gerufen.

Thema der Gesprächsgruppen sind unverändert überwiegend Depressionen. Der Verein bietet daneben Gruppen mit dem Schwerpunkt Ängste, Zwänge, Panikattacken und soziale Ängste an. Eine der Gruppen legt ihren Fokus speziell auf das Thema „Burnout“.

Die Gruppen treffen sich überwiegend abends, teils auch vor- oder nachmittags. Um Alter bzw. Lebenssituation zu berücksichtigen, gibt es spezielle Angebote für junge Erwachsene (zwischen 18 und 30 Jahre) und Senioren.
Der Vereinsvorstand hat seinen Mitgliedern im abgelaufenen Jahr auch die Teilnahme an verschiedenen externen Seminaren ermöglicht und veranstaltete selbst verschiedene Vorträge/Workshops („Familienstellen“, „Atem“, „Stressmanagement“, „Die eigene Wahrheit erkennen und erleben“, „Resilienz“, „Ich bin ich und du bist du“, „Improfy your life“).

Im Rahmen von 4 gemeinsamen Ausflügen (Limburg, Ronneburg, Heidelberg, Miltenberg), organisierter Wanderungen, einem Sommerfest und einer Weihnachtsfeier hatten die Gruppenteilnehmer Gelegenheit, ihre soziale Kompetenz zu stärken. Darüber hinaus wurden Workshops für Entspannung, therapeutisches Tanzen, kreatives Schreiben, Singen und Theaterspielen angeboten, regelmäßig fanden auch Spiele- und Frühstückstreffs statt. Das 35-jährige Bestehen des Selbshilfevereins feierten die Vereinsmitglieder in Form einer Faschingsveranstaltung im MIZ Aschaffenburg.

Auch im abgelaufenen Jahr stand die Öffentlichkeitsarbeit im Fokus des Vereinsvorstands. Es wurden Infostände im Rahmen der Aschaffenburger Selbsthilfetage (11./12.10.), und anlässlich des Europäischen Depressionstags (1.10.) eingerichtet. Zudem informierten die ehrenamtlichen Mitarbeiter über die Angebote des Vereins an einem Infostand vor der Volkshochschule Aschaffenburg am 1. Juni 2019.

Die Hilfsangebote können nur mit Hilfe von Spendern und Sponsoren aufrecht erhalten werden. Der Vorstand des Selbsthilfevereins dankt neben diesen ganz besonders seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die durch ihren großen Einsatz den Verein mit Leben füllen.

Manfred Fuchs
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