Freitag, 07.05.2021

Näher zusammenrücken - Selbsthilfe bei Depressionen e.V.: Selbsthilfetage Aschaffenburg

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Selbsthilfe bei Depressionen e.V.

Aschaffenburg
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Von links: Tatjana Höfler (Behindertenbeauftragte des Landkreises Aschaffenburg), Eva Mende (Vorsitzende des Vereins der Angehörigen psychisch Kranker in Aschaffenburg), Manfred Fuchs und Alexandra Ruch (Vorstandsmitglieder des Selbsthilfe bei Depressionen e.V.)
Foto: Selbsthilfe bei Depressionen
Die jährlich an zwei aufeinander folgenden Tagen stattfindenden Selbsthilfetage sind aus dem sozialen Leben von Stadt und Landkreis Aschaffenburg nicht mehr wegzudenken. Am Freitag und Samstag, 11. und 12...
Die jährlich an zwei aufeinander folgenden Tagen stattfindenden Selbsthilfetage sind aus dem sozialen Leben von Stadt und Landkreis Aschaffenburg nicht mehr wegzudenken. Am Freitag und Samstag, 11. und 12. Oktober 2019 fanden sie zum 16. Mal statt, über 30 Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen stellten in der City-Galerie Aschaffenburg ihre Angebote einer breiten Öffentlichkeit vor.

Wie jedes Jahr nutzte auch der Selbsthilfe bei Depressionen e.V. diese Gelegenheit, um an zentraler Stelle über psychische Erkrankungen, Therapiemöglichkeiten und die Vorteile von Gruppengesprächen zu informieren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Selbsthilfevereins wiesen in zahlreichen Gesprächen mit interessierten Besuchern auf die vielen Angebote des Vereins hin. Neben der Möglichkeit einer Teilnahme an einer der derzeit 18 Gesprächsgruppen zeigten sie auch die Zusatzangebote auf, die den Gruppenteilnehmern zugänglich sind, um der sozialen Isolation wirkungsvoll entgegen zu treten und die Resilienz dauerhaft zu verbessern.
Da das Management der City-Galerie weniger Standplatz als in der Vergangenheit zur Verfügung stellte, hieß es für alle, näher zusammen zu rücken. Der Selbsthilfeverein teilte sich einen Stand mit dem Verein der Angehörigen psychisch Kranker in Aschaffenburg.

Jessica Euler, 2. Bürgermeisterin der Stadt Aschaffenburg, würdigte in ihrer Ansprache die Arbeit der Selbsthilfegruppen und gratulierte Manfred Fuchs, dem 1. Vorsitzenden des Selbsthilfe bei Depressionen e.V., zur Verleihung des unterfränkischen Inklusionspreises 2019. Geschmückt mit einer grünen Schleife, die ihr Manfred Fuchs überreicht hatte, erläuterte sie deren Bedeutung. Der Träger der grünen Schleife setzt ein Zeichen gegen die Diskriminierung und Ausgrenzung seelisch kranker Menschen. Er weiß, dass diese im Gegensatz zu Menschen mit körperlichen Beschwerden von „unsichtbaren Barrieren“ gehemmt sind. Da diese Barrieren nicht sichtbar sind, werden die gesundheitlichen Beschwerden seelisch Erkrankter oft nicht ernst genommen, was zur Selbststigmatisierung und Verringerung des Selbstwertgefühls und somit zum sozialen Rückzug führen kann.

Der Vorstand des Selbsthilfe bei Depressionen e.V. bedankt sich bei seinen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Organisatoren der Selbsthilfetage Aschaffenburg für deren Einsatz.

Manfred Fuchs
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