Dienstag, 13.11.2018

Neues Museum von überregionale Bedeutung

Harald01
Donnerstag, 23. 08. 2018 - 14:41 Uhr

Main-Spessart. Das Stadthistorische Museum in Karlstadt mit seinen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen gehört zweifellos zu den momentan ambitioniertesten Bauprojekten im Landkreis Main-Spessart. Aus diesem Grund stattete der SPD-Kreisverband Main-Spessart und die SPD-Stadtratsfraktion Karlstadt dem Pr...

Main-Spessart. Das Stadthistorische Museum in Karlstadt mit seinen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen gehört zweifellos zu den momentan ambitioniertesten Bauprojekten im Landkreis Main-Spessart. Aus diesem Grund stattete der SPD-Kreisverband Main-Spessart und die SPD-Stadtratsfraktion Karlstadt dem Projekt einen Besuch ab. Unter der Führung des Vorsitzenden des Historischen Vereins, Wolfgang Merklein, bekamen die Gäste einen Überblick über die anstehenen Baumaßnahmen und nicht zuletzt über das geplante Museumskonzept.
Die Grundfrage war gleich zu Beginn : Wie müsste das rund 30 Jahre alte Museum verändert und umgestaltet werden, wenn im Nachbargebäude ein weiteres Museum aufgebaut wird, so dass ein effizient zu führender und besucherfreundlicher Museumskomplex entsteht?
Merklein erläutert, dass schon kurz nach seiner Gründung der Historische Verein den Aufbau eines Stadtgeschichte-Museums angegangen ist, das 1985 eröffnet wurde. Es zeigt die Entwicklung einer Stadt seit der systematischen staufischen Gründung um 1200 bis ins beginnende 19. Jahrhundert. Die Betreuung der Sammlung ist eine wesentliche Aufgabe des Vereins. Alsdann hat im Jahr 2017 das Bistum Würzburg in enger Kooperation mit dem Historischen Verein und der archäologischen Sammlungen des Stadtgeschichte-Museums Karlstadt in der Pfarrkirche Karlburg ein weiteres Museum zur Frühzeit Karlburgs als zentralörtliche Siedlung seit etwa 600 n.Chr. in Franken eröffnet.
Nun steht mit der Sanierung und « Erschließung » des sogen. Goldkuhlehauses eine wirklich historische Erweiterung mit hochkomplizierten aktuellen Um- und Ausbauarbeiten in der Hauptstraße in Karlstadt an. Insgesamt wird die Sanierung rund 2,5 Millionen Euro kosten.
Unter enger Einbindung der lokalen Akteure, wie dem Historischen Verein, untersuchte der beauftragte Planer Dr. Jochen Raming die Potentiale des kommunalen Museums und formulierte eine Zukunftsstrategie. Dabei gibt es durchaus Konfliktpotential, da Domkapitular Jürgen Lensen, der der Stat Karlstadt eine großügige Schenkung seines privaten Kunstschatzes zukommen ließ, weitgehend frei Hand für das benachbarte Gebäude erhielt und das Mitspracherecht des Historischen Vereins dadurch sehr eingeschränkt ist. « Als Verein haben wir kein Mitspracherecht über das Museum Lensen. Deshalb ist Dr. Ramming eingeschaltet. Er soll alles koordinieren. Wir präsentieren die Stadtgeschichte und Lensen die "Zeitbrüche". Das muss in einer musealen Einheit sich widerspiegeln. » so Merklein.

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