Ukrainehilfe: Untermain-Rotarier engagieren sich in vielfältiger Weise

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Rotary Club Miltenberg

Miltenberg
2 Min.

Kommentieren

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

b3a68973-ee6c-4f0c-8fac-55b9505db379
Wertvolle, dringend benötigte Arzneimittel und Geräte
Foto: Mathias Schaper
7cd86dcd-9652-4e37-b4b8-e50c064157b6
Die Medikamentensendung wird in Stockstadt verladen
Foto: Mathias Schaper
Mitglieder von Rotary Clubs sind in der Regel erfolgreich in Beruf und Gesellschaft. Der Wunsch, der Allgemeinheit (weltweit) etwas zurückzugeben, ist für die meisten der Grund für die Mitgliedschaft und ihr soziales Engagement...
Mitglieder von Rotary Clubs sind in der Regel erfolgreich in Beruf und Gesellschaft. Der Wunsch, der Allgemeinheit (weltweit) etwas zurückzugeben, ist für die meisten der Grund für die Mitgliedschaft und ihr soziales Engagement. Die einzelnen Clubs haben zahlreiche eigene Gemeindienst-Projekte, aber bei großen Hilfsprojekten – wie zuletzt bei der Hochwasserkatastrophe – schließen sie sich zusammen, um so in größerem Maßstab und damit umso wirksamer Hilfe leisten zu können.
Das ist auch bei der Ukraine-Krise so. In dem geschundenen Land fehlt es an Vielem, insbesondere aber auch an Medikamenten. Hier zeigt sich, wie wertvoll persönliche internationale Kontakte sind. In diesem Fall stellen sich ein befreundeter, engagierter polnischer Unternehmer und seine Frau, eine Ärztin, zur Verfügung, um in ukrainischen Kliniken dringend benötigte Medikamente über die Grenze zu bringen. Und zwar ganz spezifisch und bedarfsgenau: Die Kliniken erstellen Listen mit den wichtigsten Pharmazeutika und Geräten. Deren Beschaffung erfolgt ortsnah durch vertrauenswürdige Partner in Polen, finanziert mit den Spenden der Untermain-Clubs. Deutsche und Polen arbeiten ehrenamtlich, jeder Euro kommt der materiellen Hilfe zugute. Wenn die Produkte nicht verfügbar sind, werden sie (ebenfalls stark rabattiert) in Deutschland beschafft und nach Polen gebracht. Das alles ist mit den Behörden abgestimmt und wird akribisch dokumentiert, damit nichts versickert. Die Rotary Clubs Aschaffenburg-Schönbusch und Miltenberg organisieren diese Aktivität.
Aber auch in einzelnen tragischen Fällen engagieren sich die Rotarier. Einem kleinen ukrainischen Bub mit einem vermuteten Hirntumor wurde durch Rotarier aus dem Distrikt 1950 die Unterbringung in der Uniklinik Würzburg ermöglicht. Es wurde ein Aneurysma diagnostiziert, das Kind konnte nun nach Hause und steht unter Beobachtung und wird weiter behandelt. Die ärztlichen Fachleute sind aber darauf vorbereitet, dass noch weitere ukrainische Kinder mit schweren Erkrankungen ankommen werden, zumal funktionierende Einrichtungen im Kriegsgebiet kaum noch existieren – die Aggressoren machen selbst vor deren Zerstörung nicht halt. Um den Kindern neben der medizinischen Betreuung ein wenig mehr Lebensfreude zu verschaffen, werden die Rotarier des Untermains – altersgerecht – Tablets, Spielsachen, Plüschtiere u.ä. beschaffen. Die Kontakte zu den Kliniken sind eng und persönlich, eine sinnvolle Vergabe durch das Fachpersonal dort also gewährleistet.
Absehbar ist bereits, dass auf die Menschen und Strukturen am Untermain durch die Flüchtenden immense Herausforderungen zukommen werden. Die Hilfsbereitschaft ist zwar jetzt schon groß, aber was in Kürze im Einzelnen nötig sein wird, ist noch nicht absehbar. Die Rotarier werden jedenfalls auch hier, an Ort und Stelle, helfen und unterstützen. Hier kennen sie sich aus und können genau beurteilen, wo es am dringendsten hakt. Auch hier sind Spenden hilfreich. Jeder Euro kommt der eigentlichen Hilfe zugute.
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!