„Der Stolz in den Kinderaugen war die schönste Belohnung“

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Rotary Club Miltenberg

Miltenberg
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Die Kinder aus einem der Kurse mit ihren Urkunden. Mit dabei: Malte Lövenich (Rotary Club Miltenberg, links) und Helmut Arnold (Präsident 2021/22 Rotary Club Miltenberg). Die Masken aller Personen wurden für das Foto kurz abgenommen.
Foto: Wasserwacht Miltenberg
Rotarier, Wasserwacht Miltenberg und emb machen Schwimmkurse möglich Seit Jahren wird in den Medien berichtet, dass immer weniger Kinder in Deutschland schwimmen können. Durch Corona wurde die Situation bekanntlich zusätzlich verschärft...

Rotarier, Wasserwacht Miltenberg und emb machen Schwimmkurse möglich

Seit Jahren wird in den Medien berichtet, dass immer weniger Kinder in Deutschland schwimmen können. Durch Corona wurde die Situation bekanntlich zusätzlich verschärft. Jedes Mal eine Tragödie, wenn es zu Badeunfällen führt.
Der Rotary Club Miltenberg und die örtliche Wasserwacht und emb wollten und wollen diesem untragbaren Zustand abhelfen. Man hat die Initiative ergriffen, sich zusammengesetzt und ein Angebot für Erst- und Zweitklässler ausgearbeitet, um deren Schwimmfähigkeiten zu fördern. Es wurden 4 Kursgruppen für jeweils 8 Kinder geplant, die sich 11 mal im Miltenberger Schwimmbad trafen, um dort mit dem nassen Element vertraut zu werden. Wie immens groß der Bedarf ist, zeigte sich daran, dass Christiane Dümlein, die seitens der Wasserwacht die Fäden in der Hand hielt, in kurzer Zeit 300 (!) Anmeldungen erhielt. Überwältigend, denn damit hatte keiner gerechnet. Die geplanten Kurse waren innerhalb von 4 Minuten ausgebucht!
Auch die Finanzierung wurde durch Spenden (Gutschein des Freistaats, Zuschuss des Rotary Clubs und einen – zumutbar gehaltenen – Anteil der Eltern von 20 Euro) sowie sehr viele persönliche Einsatzzeiten sichergestellt. Die eigentliche Arbeit mit den Kindern wurde von 13 ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern der Wasserwacht untereinander so reibungslos abgestimmt, dass die Betreuung jederzeit gewährleistet war und alles wie geplant stattfinden konnte. Eine bewundernswerte Einstellung, die sich hier zeigte, und ohne die es nicht gegangen wäre.
Noch rechtzeitig vor der coronabedingten Schließung des Schwimmbads konnten die Kinder (getestet!) jetzt ihre Urkunden und Abzeichen für „Frosch“, „Delphin“ oder „Seepferdchen“ entgegennehmen. Es war beeindruckend und bewegend, wie sich die Kinder dabei gegenseitig applaudierten und wieviel Freude und Stolz auf das Erreichte aus ihren Augen leuchtete. Das sei die schönste Belohnung gewesen, wie eine Betreuerin anmerkte.

Dass es mit diesen ersten Kursen nicht getan sein kann, war allen Beteiligten klar. Das zeigte schon die immens große Nachfrage – und es kommen ja immer neue Jahrgänge nach, die möglichst alle schwimmen können sollten. Man wird sich also kurzfristig wieder zusammenfinden und darüber beraten, was noch verbessert werden kann.
Die nächste Runde an Kursen ist für die Zeit ab Januar 2022 angedacht (bzw. sobald die Verhältnisse es wieder erlauben).
Dieses Beispiel in der Region zeigt vorbildhaft, was bürgerliche Initiative und aktives Engagement bewirken können: Problem erkannt, Lösungen entwickelt, entschlossen und beharrlich umgesetzt. Bitte mehr davon!

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