Mittwoch, 19.09.2018

Eichelsbacher Kitzretter waren auch heuer wieder aktiv

Drohne im Anflug... Jagdpächter Hugo Konrad und seine Jagdkollegen freuen sich über den Einsatz der Kitzretter und überreicht Barbara Ben Amor einen Spendenscheck
kunstecht
Donnerstag, 16. 08. 2018 - 14:02 Uhr

Auch in diesem Jahr war die Aktion „Action for Kitz“ im Landkreis erfolgreich. Es konnten zahlreiche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet werden. Allerdings steckt doch auch ein nicht zu unterschätzender Zeitaufwand dahinter...

Auch in diesem Jahr war die Aktion „Action for Kitz“ im Landkreis erfolgreich. Es konnten zahlreiche Rehkitze vor dem Mähtod gerettet werden. Allerdings steckt doch auch ein nicht zu unterschätzender Zeitaufwand dahinter. Verantwortlich für die Organisation in Eichelsbach ist Barbara Ben Amor. Sie ist seit 5 Jahren Anlaufstelle für Landwirte und Jäger die um Unterstützung bitten, wenn vor der Maht die Wiesen rund um Eichelsbach nach Kitzen abgesucht werden müssen.
Nicht jede Wiese ist klein und schnell durchlaufen. Oft sind es große Flächen die einiges an Zeit, und auch viele freiwillige Helfer in Anspruch nehmen. Daher ist für die nächste Saison die Anschaffung einer Drohne mit Wärmebildkamera geplant. Die Zeiteinsparung mit einer Drohne sei immens, meint Barbara Ben Amor, wie ihr auch schon von verschiedenen Seiten bestätigt wurde. Läuft man ein großes Feld in 6 Stunden ab, schafft das eine Drohne in 10 Minuten. Es müssen dabei nur die passenden Koordinaten, bzw. Feldnummern eingegeben werden. So ein Teil ist mit etwa 3500 Euro natürlich auch nicht ganz günstig, aber durch Spenden sei schon ein ordentlicher Betrag zusammengekommen. Unter anderem lud Jagdpächter Hugo Konrad am 4. August Jagdfreunde, zur jährlichen Treibjagd nach Eichelsbach ein. Sogar aus Luxemburg, Hamburg und Südtirol waren die Jäger angereist um in den Maisfeldern rund um Eichelsbach auf Wildschweinjagd zu gehen. „Für uns Jäger hat es nicht allein mit dem Abschuss zu tun. Die Schweine haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt, erklärt er. „Die Schäden, die sie anrichten, ist für die Bauern schon immens. Es geht dabei nicht allein um Verbiss – oft wird nur ein Kolben angefressen, aber die Verwüstung reicht bis zu einem Radius von 3-4 Metern durch ein Schwein. Wenn man überlegt wie viele Tiere in einer Rotte sind, kommt da schon einiges an Schäden zusammen. Die Tiere hatten in diesem Jahr aber Glück, meint Konrad schmunzelnd. Wir haben heuer keine einzige Sau geschossen. Das erste Mal seit 25 Jahren! Aufgrund der Hitze und Trockenheit bleiben die Tiere lieber im Wald“. Die Jäger hatten für die Rehkitzretter auch eine Überraschung im Gepäck: „Wir sind dankbar, so engagierte Menschen an der Seite zu haben, die sich für das Tierwohl einsetzen“, meinte Konrad und überreichte Barbara Ben Amor auch im Namen seiner Jagdkollegen einen Spendenscheck über 900 Euro. Auch die Raiffeisen-Volksbank Miltenberg hat sich mit einer Spende über 350 Euro großzügig gezeigt.

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