Ringen im Kahlgrund: Wieder siegt Goldbach gegen die RWG

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe RWG Mömbris-Königshofen

Mömbris
2 Min.

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Viele Ringervereine gab es im Kahlgrund. Wobei man den Ausdruck „Kahlgrund“ definieren muss. Die eine Definition für „Kahlgrund“ heißt „Kahltal mit seinen Seitenbachtälern“. Demnach würden die Ortschaften von der Bamberger Mühle bis nach Brücken zum Kahlgrund gehören, dazu natürlich Krombach, Geisel...
Viele Ringervereine gab es im Kahlgrund. Wobei man den Ausdruck „Kahlgrund“ definieren muss. Die eine Definition für „Kahlgrund“ heißt „Kahltal mit seinen Seitenbachtälern“. Demnach würden die Ortschaften von der Bamberger Mühle bis nach Brücken zum Kahlgrund gehören, dazu natürlich Krombach, Geiselbach, Sommerkahl, Feldkahl u. s. w., nicht aber die Ortschaften westlich von Michelbach, die zu den Kommunen Alzenau, Kahl und Karlstein im Maintal gehören. Rottenberg und Eichenberg würden nicht zum Kahlgrund gehören. Nach der zweiten Definition ist „Kahlgrund“ ein Synonym für die Ortschaften des alten Landkreises Alzenau, der bis 1972 existierte. AV Alzenau, StuRV Kahl, Germania Dettingen, Germania Alzenau, KSC Hörstein, Jugendkraft Wasserlos, Walhalla Omersbach, Felsenfest Niedersteinbach, RV Daxberg, KSC Kleinkahl (wahrscheinlich), KSC Mömbris, SV Königshofen und RWG. Im Jahre 1992 wurde der 14. Verein gegründet, der KSC Krombach. Den Krombachern gelang es in ihrem Dorf eine regelrechte Ringereuphorie zu entfachen. Die Stimmung in der Krombach-Halle war immer super. Mit Herz und Elan etablierten sich die Krombacher in der Ringer-Szene.

In der ersten Hälfte der 90er Jahre war die RWG bärenstark. Nach wie vor bildeten Eigengewächse wie Peter Behl, Rainer Heugabel, Sascha Kern, Oliver Pfaff und Roger Gries des Herz der Staffel. Zugänge aus den neuen Ländern gliederten sich problemlos ein: Andre Backhaus, Bobby Franz, Thorsten Wagner, Rainer Oehme, Jan Ulbricht, Uwe Böhm, Lutz Remus, Jannis Zamanduridis und andere. Weiterhin hatten sich drei Weltmeister und Olympiasieger der RWG angeschlossen: Valentin Jordanov, Rahmat Soukra Sofiadi und Mnatsakan Iskandarian. Die RWG-Staffel zog die Zuschauer an, zu Hause und auswärts. In einem Presseartikel in einer westdeutschen Zeitung wurde die RWG-Arena in Schimborn gar als „Freudenhaus der Ringerbundesliga“ bezeichnet, in Anlehnung an das Fußballstadion „Am Millerntor“ in Hamburg-St. Pauli. Allerdings war der AC Bavaria Goldbach noch immer eine Nummer zu groß. 1992 und 1993 scheiterten die Kahlgründer im Halbfinale an Goldbach. 1994 erreichte die RWG das Finale. Im Vorfeld stellte sich die Frage, welchen der drei Weltstars man aufbieten sollte. Man entschied sich für Soukra. Nur der kam völlig untrainiert und übergewichtig an und verlor überraschend gegen den Goldbacher Lohyna. Eine zweite negative Überraschung war die Niederlage von Trainer Karlheinz Helbing gegen den vermeintlichen Goldbacher Schwachpunkt Ralf Fleckenstein. Weil auch Backhaus gegen Leipold verlor, nützte auch der Sensations-Schultersieg von Rainer Oehme gegen Fuat Yildiz nichts. Schon vor dem Rückkampf stand der Goldbacher Sieg im Prinzip fest. Bei allem Hadern muss man neidlos feststellen, dass der Goldbacher Sieg klar verdient war. In beiden Kämpfen waren die Goldbacher Ringer besser. Insgesamt besuchten 9500 Zuschauer die beiden Kämpfe.
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