Flurprozession an Christi-Himmelfahrt in Wenigumstadt

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Pfarrgemeinde St. Sebastian Wenigumstadt

Großostheim
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Flurprozession an Christi-Himmelfahrt
Monsignore Erhard Kroth spendete den Gläubigen bei einer Station am "Maria-Hilf-Bildstock" den eucharistischen Segen. Foto: Thorsten Rollmann
Foto: Thorsten.Rollmann
Flurprozession an Christi-Himmelfahrt
Nach der Messfeier an Christi-Himmelfahrt führte die eucharistische Flurprozession zum "Maria-Hilf-Bildstock" ins Wenigumstädter Plattenfeld. Foto: Thorsten Rollmann
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Großostheim-Wenigumstadt. In den drei Tagen vor und an Christi-Himmelfahrt ziehen viele Gläubige in Bittprozessionen über Fluren und Felder. Sie erbitten den Segen für die Ernte des Jahres. Auch in Wenigumstadt fand nach den Jahren der Pandemie im Anschluss an die Messfeier am Christi-Himmelfahrtsta...
Großostheim-Wenigumstadt. In den drei Tagen vor und an Christi-Himmelfahrt ziehen viele Gläubige in Bittprozessionen über Fluren und Felder. Sie erbitten den Segen für die Ernte des Jahres. Auch in Wenigumstadt fand nach den Jahren der Pandemie im Anschluss an die Messfeier am Christi-Himmelfahrtstag eine eucharistische Flurprozession statt. Ruhestandspfarrer Monsignore Erhard Kroth trug dabei die Monstranz mit der konsekrierten Hostie, dem Brot, das durch die heilige Wandlung zum Opferlamm, dem wahrhaften Leib Christi wird. Auf dem Weg durch die Felder wurden von den Lektorinnen Bittgebete gesprochen. Die Gesänge der Gläubigen wurden durch die Wenigumstädter Musikanten begleitet. Die Sorge um die Schöpfung, das Interesse an der Natur und die Bitten um eine gute Ernte haben die Menschen seit alters herumgetrieben. Gerade in den vergangenen Jahren, in denen das Thema Klimaschutz immer wichtiger wurde, ist die Schöpfung wieder verstärkt ins Blickfeld geraten. In der Liturgie der katholischen Kirche wird diese Sorge mit den Flurprozessionen an den Bitttagen aufgegriffen. Die Gläubigen bitten um gutes Wetter, Fruchtbarkeit der Felder, eine gute Ernte und Schutz vor Frost, Hagel und Unwetter. Kapellen, Wegkreuze und die Heiligenhäuschen wie der „Maria-Hilf-Bildstock“ am Wenigumstädter Plattenfeld dienen dabei als kleine Station, an der Fürbitte gehalten und der eucharistische Segen vom Priester oder Diakon gespendet wird. Historisch gehen diese Bitt-Tage auf die drei Sühnetage vor Christi-Himmelfahrt zurück. Jesus Christus erscheint seinen Jüngern 40 Tage nach seiner Auferstehung und beweist ihnen damit seine Göttlichkeit. Die Urkirche feierte Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten am gleichen Tag. Erst das Konzil von Nicäa (325) setzte die 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt durch. In der evangelischen Gottesdienstordnung wird der 5. Sonntag nach Ostern „Rogate“ (lateinisch betet/bittet) oder Bittsonntag genannt in Anklang an die vorreformatorische Tradition der Bitttage.
Thorsten Rollmann






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