Mittwoch, 19.09.2018

Kohle - Kumpel - Wallfahrer und Heilige

Rudolf Englert
Sonntag, 12. 08. 2018 - 11:20 Uhr

Beim Pfarrgemeindeausflug St. Barbara mit Teilnehmern aus Wenighösbach und Hösbach am 21./22. Juli war das erste Ziel die UNESCO-Welterbestätte "Zeche Zollverein" in Essen. Die Teilnehmer erkundeten das weiträumige Areal des Architektur- und Industriedenkmals...

Beim Pfarrgemeindeausflug St. Barbara mit Teilnehmern aus Wenighösbach und Hösbach am 21./22. Juli war das erste Ziel die UNESCO-Welterbestätte "Zeche Zollverein" in Essen. Die Teilnehmer erkundeten das weiträumige Areal des Architektur- und Industriedenkmals. Sie verfolgten dabei den Weg der bis 1986 geförderten Kohle und wurden mit Schachtanlagen, Kohlenwäsche, dem Kohletransport auf Loren und Gleisanlagen sowie den Arbeitsplätzen der Kumpel und deren Ausrüstung bekannt gemacht. Sie erfuhren etwas über die harten Arbeitbedingungen der Bergleute, aber auch über die sozialen Leistungen der Kohlebarone.
Als Kontrast dazu erwies sich als nächste Station das Kloster Kamp mit seinem geometrisch exakten barocken Terrassengarten. Dann ging es nach Kevelaer, einem der größten Wallfahrtsorte Europas, wo man Quartier im Priesterhaus bezog. Die Pilgerströme begannen im Jahr 1641 mit der Errichtung einer Kapelle durch den Kaufmann Hendrick Busman. Das Gnadenbild in der achteckigen Gnadenkapelle auf dem Kapellenplatz wird Consolatrix Afflictorum, Maria - Trösterin der Betrübten, genannt. Den reich mit Sakralbauten ausgestatteten Wallfahrtsbezirk erkundete man mit einer ortsansässigen Führung. Ausdrucksstarke Reliefs, bezogen auf die Besuche von Papst Johannes Paul II. und Mutter Theresa an den Portalen der Basilika, beeindruckten die Wallfahrer aus dem Hösbachtal. Nicht minder faszinierte die fast orientalisch anmutende Farbenpracht im Innern der Wallfahrtskirche. Parallel zur Besichtigung der Heiligtümer besuchte eine zweite Gruppe die "Gläserne Hostienbäckerei". Nach dem Abendessen im Priesterhaus nahmen einige an der Lichterprozession teil und der Tag konnte in gemütlicher Runde im Garten ausklingen.
Wen am Sonntagmorgen die krähenden Hähne nicht aus dem Schlummer rissen, den weckte die rotgelbe Morgensonne. Nach dem Frühstück versammelte man sich zum Gruppenfoto vor dem Priesterhaus. Um 10.00 Uhr begann das Hochamt in der Marienbasilika mit Begrüßung einer holländischen und unserer Hösbacher Pilgergruppe. Im Anschluss an den Gottesdienst faszinierte die größte Kompaktorgel der Welt mit ihren überbordenden Klangkaskaden. Nach dem Erstehen einer Motivkerze für die heimische St. Barbarakirche steuerte man Xanten an, das seinen Namen von "De Santes" (Heilige) ableitet. Dort bekam man bei einem Stadtrundgang Einblick in eine 2000-jährige Geschichte.
Mit vielen bunten Eindrücken im Gepäck trat die Busgruppe dann die Rückfahrt in die Heimatdörfer an.
Bernhard Höllering

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden