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Wiedereinweihung Zeitler-Kreuz Schippach

Im Bild von links: Eigentümer und Initiator der Renovierung Manfred Farrenkopf, Bürgermeister Bernd Kahlert, Dt. Stefan Schüßler, Brudermeister der Fünf-Wunden-Bruderschaft Miltenberg, Präses Pater Richard Heßdörfer OFM vom Engelberg, Stadtpfarrer Jahn Kölbel, Klaus Hench,Archivar der Fünf-Wunden-Bruderschaft, Steinmetzmeister Manfred Neubeerger
Joachim Bieber
Dienstag, 22. 09. 2020 - 15:57 Uhr

MIltenberg-Schippach. Im Jahre 1864 errichtete der Schippacher Landwirt Franz Zeitler an der Straße nach Heppdiel ein Sandsteinkreuz mit den fünf Wundmalen Christi. Das Kreuz blieb bis heute im Eigentum der Familie. Die jetzige Nachfahren, Familie Manfred Farrenkopf, renovierten nun mit hoher persönlicher Arbeitsleistung das in die Jahre gekommene Kreuz und gestalteten dessen Umfeld neu. Die Sandsteinarbeiten wurden vom Steinmetzmeister Manfred Neuberger aus Umpfenbach ausgeführt. Der Förderkreis Historisches Miltenberg, die Fünf-Wunden-Bruderschaft , die Sparkasse und die Stadt Miltenberg unterstützten die Renovierung durch finanzielle Zuwendungen.
In einer Feierstunde am Sonntag Nachmittag mit großer Beteiligung der Bürgerschaft aus Schippach und der Mitglieder der Fünf-Wunden-Bruderschaft segnete Pfarrer Jan Kölbel mit Unterstützung von Pater Richard OFM vom Engelberg das neu renovierte Kreuz. In seiner Ansprache wies Pfr. Kölbel auf die Tradition der Kreuze mit den Wundmalen im fränkischen Raum hin. Sie seien ein Hinweis auf die Liebe Gottes zu den Menschen, die im Kreuzestod seines Sohnes sichtbaren Ausdruck fand. Bürgermeister Bernd Kahlert bedankte sich bei Familie Farrenkopf für die Initiative und den persönlichen Einsatz zur Wiederherstellung des Kreuzes. Damit bleibe ein heimatgeschichtliches Flurdenkmal für die nachfolgenden Generationen erhalten. Brudermeister Dr. Stefan Schüßler sprach die Erkenntnis an, dass gerade dort, wo Franziskaner in ihren Klöstern wirkten, die fünf Wunden Christi in hoher Verehrung standen. Der Ordensgründer, der Hl. Franziskus, hatte die Stigmatisierung durch die fünf Wunden persönlich erlebt. Deshalb sind gerade im Raum Miltenberg solche Kreuze vorzufinden. Sichtlich bewegt dankte Manfred Farrenkopf den vielen Helfern, die das Vorhaben finanziell und mit persönlichem Engagement unterstützten. Mit einem Umtrunk, für den die Schippacher Vereine sorgten, klang die Feier in gelöster sommerliche Atmosphäre aus.


Joachim Bieber

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