Mittwoch, 14.11.2018

Anliegen in den Rucksack gepackt

Auf dem Weg nach Dettelbach, hier auf der Höhe über Bronnbach, am sogenannten "Dickbuckel"
bernhardanton
Sonntag, 19. 08. 2018 - 17:45 Uhr

Dettelbachwallfahrt: Miltenberger erfüllen auch 2018 ihr Gelöbnis Miltenberg. Als sich am vergangenen Sonntag, dem 12. August 2018 insgesamt 64 Pilger auf den Weg nach Dattelbach machten, hatte wohl jeder von ihnen ein ganz persönliches Anliegen in seinen Rucksack gepackt, denn pilgern...

Dettelbachwallfahrt: Miltenberger erfüllen auch 2018 ihr Gelöbnis

Miltenberg. Als sich am vergangenen Sonntag, dem 12. August 2018 insgesamt 64 Pilger auf den Weg nach Dattelbach machten, hatte wohl jeder von ihnen ein ganz persönliches Anliegen in seinen Rucksack gepackt, denn pilgern ist auf das Leben hin ausgerichtet. Zielführend dabei ist, auf dem langen Weg von 90 Kilometern mit Gott und den Menschen in Berührung zu kommen. Diese Erfahrungen machen die Pilger immer wieder. Und nur so lässt sich erklären, warum das Pilgern in unserer verweltlichten Zeit immer noch hohen Zuspruch erfährt.
Als Organisator und Betreuer der Dettelbachwallfahrt fungierte die „Fünf-Wunden-Bruderschaft“ Miltenberg auch in diesem Jahr. Diese Funktion erfüllt sie nun schon seit 1640. Erster Brudermeister Altbürgermeister Joachim Bieber zeigte mit Stolz auf dieses Zeitfenster. Schon 1631 hatten die Miltenberger Bürger eine alljährliche Wallfahrt zur „Schmerzhaften Gottesmutter im Sand“ nach Dettelbach gelobt und diese getreulich bis heute gehalten.
Ein Höhepunkt der diesjährigen Wallfahrt war der Empfang durch den Weihbischof Ulrich Bohm und durch Domkapitular Clemens Bieber in der Hauskapelle des Domkapitels in Würzburg. In dieser Kapelle wird der selige Pater Georg Häfner verehrt. Dessen Wirken und Lebensweg stellte Weihbischof Bohm den Pilgern vor. Der Besuch der Miltenberger Pilger war für Domkapitular Bieber Anlass genug, Mitglied bei der „Fünf-Wunden-Bruderschaft“ zu werden.
Miltenbergs Stadtpfarrer Jan Kölbel, er war auch in diesem Jahr wieder der geistliche Begleiter, hatte das Motto „Maria, Mutter der Kirche – und unsere Mutter“ ausgesucht. Er verstand es, die Rolle Mariens aktuell in unsere Zeit zu übertragen. Seine Ansprachen und Betrachtungen an den Stationen in den unterwegs besuchten Kirchen waren für die Pilger Stärkung, gleichsam geistige Wegzehrung.

Text zum Bild:
Auf dem Weg nach Dettelbach, hier auf der Höhe über Bronnbach, am sogenannten „Dickbuckel“

Bernhard Setzer

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