Montag, 17.06.2019

Totengedenken am Volkstrauertag im Zeichen der Pariser Terroranschläge

zuversicht20
Montag, 16. 11. 2015 - 08:39 Uhr

Zum Volkstrauertag am Sonntag, dem 15.11.2015 gedachte die Sailaufer Ortsbevölkerung der Opfer von Kriegen, Gewalt und Terrorismus. An diesem Morgen herrschte trübes Wetter, doch blieb es trocken. Bei flotter Marschmusik zog die Kirchenparade mit den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, Gemeinderäten ...

Zum Volkstrauertag am Sonntag, dem 15.11.2015 gedachte die Sailaufer Ortsbevölkerung der Opfer von Kriegen, Gewalt und Terrorismus. An diesem Morgen herrschte trübes Wetter, doch blieb es trocken. Bei flotter Marschmusik zog die Kirchenparade mit den Fahnenabordnungen der Ortsvereine, Gemeinderäten und Feuerwehrmännern, angeführt von der Blasmusik den Kirchberg hinauf.

In seiner Ansprache vor dem alten und neuen Ehrenmal erinnerte Bürgermeister Michael Dümig an die Kriegsopfer des 20. Jahrhunderts, die uns zu Frieden und Versöhnung mahnen. „Wir müssen uns im Blick auf unsere Vergangenheit immer wieder die Frage stellen, wie wir in unserer Zeit verhindern können, dass der Geist der Intoleranz und des Fremdenhasses in unserem Land wieder Boden gewinnen kann. Seit 1945 sind in über 200 Kriegen und Bürgerkriegen weitere Millionen von Toten zu beklagen und täglich werden es mehr. Dies zeigt, wie bitter notwendig die Mahnung zum Frieden ist“, so Dümig.

Doch die Erinnerung an vergangenes Leid und die Angst um eine friedliche Zukunft, dürfe und nicht mutlos werden lassen. Frieden sei machbar, wenn Neid, Vorurteile und Gleichgültigkeit gegenüber anderen Völkern überwunden würden, erklärte der Bürgermeister. Er gab seine Erschütterung und Trauer über die Terroranschläge von Paris am Abend des 13. November 2015 zum Ausdruck, bei denen 129 Menschen ums Leben kamen und viele weitere lebensgefährlich verletzt wurden. „Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt allen Opfern und deren Angehörigen sowie der gesamten französischen Nation.“

Der Totenmonat November und der aktuelle Terror lenkten den Blick auf die eigene Vergänglichkeit, gab Pfarrer Uwe Schüller in der anschließenden Messfeier in St. Vitus zu bedenken. „Unser Leben ist zerbrechlich, es hängt stets an einem seidenen Faden. Uns ist aufgetragen, im Blick auf Jesus Christus bewusst zu leben, aus Erfahrungen zu lernen, in der Hoffnung, dass er uns trägt.“ In den Fürbitten beteten die Gläubigen für die Kriegs- und Terroropfer, aber auch für die Politiker und Bürger um den Mut, verantwortlich zu handeln und sich für den Frieden in unserem Dorf und Vaterland, Europa und der Welt einzusetzen.
Nach der Messfeier formierte sich der Zug erneut und zog mit Blasmusikklängen den Kirchberg hinunter zum Frühschoppen ins neue Bürgerzentrum.

Text und Fotos: Susanne Mahlmeister
Fotostrecke im Internet unter www.pfarrei-sailauf.de

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