Dreikönig in St. Peter und Paul, Obernburg

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Pfarrei St. Peter und Paul, Obernburg

Obernburg
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Dreikönig in Obernburg
eine Sternsingergruppe
Foto: Katharina Volmer
Dreikönig in Obernburg
eine Sternsingergruppe
Foto: Katharina Volmer
Dreikönig in Obernburg
Alle Sternsinger in St. Peter und Paul, Obernburg
Foto: Katharina Volmer
Am 6.1.2020 trafen sich in Obernburg 67 Sternsinger, um mit einer feierlichen Messe, musikalisch begleitet von Schmitti und Friends, ausgesendet zu werden. Pater Stefan Kiechle SJ, der von 2010 bis 2017 Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten war und seit 1...
Am 6.1.2020 trafen sich in Obernburg 67 Sternsinger, um mit einer feierlichen Messe, musikalisch begleitet von Schmitti und Friends, ausgesendet zu werden.

Pater Stefan Kiechle SJ, der von 2010 bis 2017 Provinzial der Deutschen Provinz der Jesuiten war und seit 1. Januar 2018 Chefredakteur der Kulturzeitschrift „Stimmen der Zeit“ und Delegat der deutschen Jesuitenprovinz für Ignatianische Spiritualität ist, hatte freundlicherweise eingewilligt, Festprediger und Zelebrant zu sein. 16 Messdiener, die meisten davon Sternsinger und die weiteren Sternsinger zogen mit ihm gemeinsam in die noch weihnachtlich geschmückte Kirche ein.

Pater Kiechle gelang eine Predigt, die sowohl ansprechend und verständlich für Kinder war als auch den zahlreich anwesenden Erwachsenen etwas vermitteln konnte.

Er begann mit der Frage, wer die 3 Könige überhaupt gewesen seien: Magier? Priester? Sterndeuter? Aus Persien oder aus Babylon? Jedenfalls aber Fremde, Vertreter einer anderen Kultur, einer anderen Religion, die zu dem Kind an der Krippe strebten, es anbeten wollten. Das sei für die Juden ungewöhnlich gewesen. Es zeige, dass Jesus nicht für die Juden oder Christen da sei, sondern für alle Menschen. Eine frühe Form des interreligiösen Dialogs, gespeist aus Wertschätzung.

Warum hätten sie gerade diese drei Geschenke gebracht? Gold, Luxus, Schimmer – in allen Religionen der Welt für das Göttliche stehend. Weihrauch, gegen den Gestank im Stall, für Wohlbehagen. Myrrhe, eine kostbare Heilpflanze, gegen Entzündungen, die damals sehr weit verbreitet waren. Auch dies ein religiöses Symbol: Gott möchte den Menschen heilen.

Insgesamt drei wertvolle, aber auch sinnliche Geschenke.

Was besage das für uns? Mut zur Sinnlichkeit: wir dürften über die Sinne genießen und uns freuen. Mut, Grenzen zu überschreiten: fremde Kulturen und Religionen zu erforschen. Nur so entstünde Miteinander. Mut zum Schenken: etwas Persönliches von uns weggeben, Freude machen.

Genau dies würden jetzt die Sternsinger machen: Sie gingen in fremde Häuser und brächten den Menschen Licht, Freude und Gesang. Die von ihnen Besuchten wiederrum gäben ihnen Geschenke, Geld, das für arme Kinder weltweit bestimmt sei. So entstehe Gemeinschaft.

Am Ende der Messe segnete Pater Kiechle Kreide, Weihrauch und Sternsinger.

Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Katharina Volmer nutzte die Gelegenheit, einige Danksagungen auszusprechen, die unter dem Jahr oft nicht gesagt werden: an die Küster, die Organisten, das Kirchenschmückteam, das Kirchenputzteam, den Wäscherinnen der Altar- und Ministrantenwäsche, Kolpingsfamilie und Frauenbund für ihre Beiträge zu Andachten, den Ministranten, den Aktivbürgern für das Aufarbeiten der Sterne, Schmitti und Friends, allen Organisatoren der Sternsingeraktion und den Damen, die den Sternsingern am Abend eine leckere Suppe kochen und natürlich den Sternsingern.

Ein ganz besonderer Dank galt Pater Kiechle SJ.

Mit „o Du fröhliche“ endete eine rundum gelungene Messe.
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