Donnerstag, 13.05.2021

Eucharistiefeier für die Ehejubilare 2020

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Pfarrei Großwallstadt

Großwallstadt
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Seit 50 Jahren gehen diese Ehepaare gemeinsam durchs Leben.
Foto: Anja Mayer
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Diese Paare sind seit 25 Jahren verheiratet.
Foto: Anja Mayer
Für die Ehejubilare des Jahres 2020 aus Großwallstadt und Niedernberg zelebrierte Pfarrer Ernst Haas zusammen mit Diakon Jose-Pierre Mbuku eine Eucharistiefeier in der Großwallstädter Pfarrkirche. Alle Paare, die im vergangenen Jahr 25-, 50- oder 75-jähriges Ehejubiläum hatten, wurden eingeladen...
Für die Ehejubilare des Jahres 2020 aus Großwallstadt und Niedernberg zelebrierte Pfarrer Ernst Haas zusammen mit Diakon Jose-Pierre Mbuku eine Eucharistiefeier in der Großwallstädter Pfarrkirche. Alle Paare, die im vergangenen Jahr 25-, 50- oder 75-jähriges Ehejubiläum hatten, wurden eingeladen.
"Das Glück pur, das Sie sich vielleicht am Anfang Ihrer Liebe erträumten, gibt es nicht", betonte Pfarrer Ernst Haas zu Beginn seiner Predigt. Freud und Leid seien im Leben oft nahe beisammen. Er verglich das Eheleben unter anderem mit der Fahrt auf einem Segelschiff auf See: Der Wind könne leicht oder stark wehen und dann die Wellen hochpeitschen. Bei starkem Wind könne die Lage für das Schiff gefährlich werden. Und doch müsse man mit dem Wind umgehen lernen, die Segel richtig setzen, damit das Schiff vorankommt.
Die Gesellschaft sei geprägt von einem ungeheueren Verlangen nach Glück. "Unter Glück verstehen wir ein schmerzfreies Leben, ohne Beschwerden, ohne Konflikte und Einschränkungen, ein Leben im materiellen Überfluss." Doch schnell fühle sich der Mensch angesichts solch eines Glücksbegriffs vom Leben überfordert, weil die Wirklichkeit eine andere ist. "Zu hohe Erwartungen an den anderen und die zu rasche Enttäuschung übereinander sind das Ergebnis."
An die Jubilare gewandt, sagte er, dass auch sie in der Vergangenenheit sicher Sorgen und Konflikte durchstehen mussten. "Sie haben sich gegenseitig getragen und ertragen. Vielleicht waren Sie manchmal ratlos und wussten nicht, wie es gemeinsam weitergehen würde. Und dennoch sind Sie beisammen geblieben und haben sich gegenseitig die Treue gehalten."
Wahres Glück sei weit mehr als Freude und Spaß miteinander zu haben, betonte Pfarrer Haas. "Weil der Herr da ist und da bleibt in den Stürmen einer Beziehung, können die kleinen und großen Grenzerfahrungen im Miteinander zum Training werden für die Hoffnung." Man solle seinen Partner nicht als Widerstand wahrnehmen, sondern als Trainer, sagte der Pfarrer und ergänzte: "Auch hinter negativen Erfahrungen kann sich ein Weg auftun."
Er wünschte den Ehejubilaren, dass sie weiter im Training bleiben und daran denken: "Beschwernisse sind nicht das Ende des Weges, sondern Aufforderungen, den Weg mit dem Herrn zu gehen." Außerdem appellierte der Pfarrer an die Anwesenden, Vorbild zu sein. "Machen Sie mit Ihren Erfahrungen der jungen Generation Mut. Die Jugend braucht Ihr Zeugnis, dass der Weg der ehelichen Gemeinschaft trotz aller Beschwerden ein guter Weg ist. Begleiten Sie die jungen Menschen in Ihrer Familie mit einem solchen Erfahrungsschatz."
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