Spiritueller Hoffnungsweg in der Vollmondnacht

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Pastoraler Raum Elsenfeld

Kleinwallstadt
2 Min.

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Etwa 40 Teilnehmer treffen sich in der Vollmondnacht zu einem "Hoffnungsweg unter Gottes Licht".
Foto: Elke Urspringer
„…und den vollen Mond in dunkler Nacht“ wünscht ein irisches Segenslied, das Gemeindereferent Rainer Kraus mit Team dazu motivierte, am 18. März 2022 für den Pastoralen Raum Elsenfeld wieder einmal einen „Hoffnungsweg in der Vollmondnacht“ anzubieten...
„…und den vollen Mond in dunkler Nacht“ wünscht ein irisches Segenslied, das Gemeindereferent Rainer Kraus mit Team dazu motivierte, am 18. März 2022 für den Pastoralen Raum Elsenfeld wieder einmal einen „Hoffnungsweg in der Vollmondnacht“ anzubieten. Die etwa einstündige Veranstaltung mit Start am Hausener Pfarrheim, bei der die Teilnehmer eine kurze Wegstrecke „unter Gottes Licht“ zurücklegten, während der gemeinsam nachgedacht, gebetet und gesungen wurde, stand unter dem Thema „Aufbruch“ – passend zur Zeitqualität zwei Tage vor Frühlingsbeginn und zur Lebensphase der ganz besonders eingeladenen Firmlinge, die aus ihrer Kindheit und Jugend ins Erwachsenenleben aufbrechen.
Nach einer kurzen Einführung über den Vollmond und seine Wirkung auf Mensch und Natur, sowie seiner Bedeutung für die Berechnung der kirchlichen Feste im Jahreskreis, machten sich etwa 40 interessierte Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Firmlinge mit ihren Familien, auf den Weg in die klare Vorfrühlings-Nacht. Eingestimmt auf diese schweigend zurückgelegte Wegetappe wurde die Gruppe mit einer Erdungsübung, in der man sich gut zwischen Himmel und Erde verorten konnte, sowie einigen Impulsen zum Nachdenken darüber, was jeder Einzelne persönlich mit „Aufbruch“ verbindet, bzw. wohin man aufbrechen möchte und welche Kräfte dabei als hilfreich empfunden werden. Während des bewussten und achtsamen Gehens konnte man sich vorstellen, sich über die Fußsohlen mit der enormen Aufbruchskraft der Erde zu verbinden. Vertieft und gestützt wurde diese eigene kleine Geh-Meditation beim ersten Halt in freier Natur durch eine „Nacht-Geschichte“ aus der Bibel, dem Aufbruch der Israeliten aus Ägypten in die Freiheit. Rainer Kraus deutete dabei Gott, der den Menschen in Jesus Christus begegnet und im Heiligen Geist erfahrbar wird, als einen „Gott des Aufbruchs“, einen „Mitgeher-Gott“, der mit den Menschen unterwegs sein, sie gerade an Knotenpunkten des Lebens und in Krisenzeiten berühren und ihnen Kraft und Mut für ihren Lebensweg schenken will.
Dieser Erzählung schloss sich eine kurze Meditation an – Zeit, in sich selbst nachzuspüren, welches Gefühlskarussell zwischen Vorfreude und zurückhaltenden Ängsten ein Aufbruch auslösen kann, sowie sich bewusst zu werden, welche "Wachstumsbedingungen" Menschen brauchen, um aus ihrer Knospe aufzubrechen und zu dem heranzuwachsen, der sie wirklich sind – und dabei auch die innere Schönheit und Einzigartigkeit aller anderen Menschen wahrzunehmen und wertzuschätzen.
Nachdem auch der wunderbar helle Vollmond am sternklaren Nachthimmel ausgiebig bestaunt wurde, wanderte die Gruppe zurück zum Ausgangspunkt am Pfarrheim, wo ein gemeinsames Vaterunser und ein Lied die besinnliche Stunde abrundeten. Traditionell endete der Vollmond-Weg mit einigen Mond-Kuriositäten, über die Rainer Kraus berichtete, bevor die Teilnehmer mit einem Schlussgedanken und dem Aufbruch-Segen verabschiedet wurden und Gottes Licht als Zuversicht im Herzen mit nach Hause tragen konnten.
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