Donnerstag, 20.06.2019

Ein Hochbeet anlegen und Gemüse pflanzen beim OGV Stockstadt

Peter Ludwig erklärt die richtige Bepflanzung eines Hochbeetes.
Erich Maiberger
Sonntag, 18. 03. 2018 - 18:16 Uhr

Gartenarbeit könnte so schön und erholsam sein, wenn nur das ständige Bücken nicht wäre. Eine gute Alternative dazu ist ein Hochbeet. Zu diesem Thema hatte der Obst- und Gartenbauverein Stockstadt Gärtnermeister Peter Ludwig als Referent eingeladen...

Gartenarbeit könnte so schön und erholsam sein, wenn nur das ständige Bücken nicht wäre. Eine gute Alternative dazu ist ein Hochbeet. Zu diesem Thema hatte der Obst- und Gartenbauverein Stockstadt Gärtnermeister Peter Ludwig als Referent eingeladen. Aufgebaut hatte der OGV verschiedene Varianten von Hochbeeten. Gestalterisch sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Massiv aus Balken, ein Hochbeet aus geflochtenen Weidenruten, ein Hochbeet aus Holzbrettern. Aber egal wie es aussieht, auf die Füllung kommt es an, weiß Gärtnermeister Peter Ludwig. Bevor das Beet gefüllt werden kann, muss es von innen mit einer Folie ausgekleidet werden. Mittlerweile gibt es spezielle Noppenfolie für dieses Zweck. Es werden nur die Seiten verkleidet, denn der Boden soll unbedingt von Regenwürmern bevölkert werden. Damit nur der Regenwurm und nicht auch Nager oder Maulwürfe ins Hochbeet gelangen, wird der Boden mit einem Drahtgeflecht ausgelegt. Auch das gibt es extra für Hochbeete.
Die erste Schicht des Beetes besteht aus einer Lage Gehölzschnitt von Bäumen und Sträuchern. Das ist wichtig für die Drainage. Unverrotteter Kompost kommt oben drauf. Weiter geht es mit reifer Komposterde. Als letzte Schicht sollte man gute Pflanzerde verwenden. Der Vorteil eines Hochbeets besteht unter anderem darin, dass es als eine Art Komposter eingesetzt werden kann. So muss nicht das gesamte Volumen des Beetes mit hochwertiger Blumenerde gefüllt werden. Die beiden unteren Schichten gut einstampfen, weil der Beetinhalt durch den Verrottungsprozess sonst recht schnell in sich zusammensackt. Nach einem Jahr etwa ist die Erde um 10-20 cm geschrumpft. Gute Erde kann nachgefüllt werden. Durch die Verrottung der organischen Materialien im Inneren des Hochbeetes entsteht Wärme von unten. Das begünstigt das Gedeihen von Wärme liebenden Pflanzen wie Paprika, Zucchini oder Tomaten. Man kann Hochbeete auch dichter bepflanzen als normale Flachbeete und an den Seitenwänden ist noch Platz für Rankpflanzen wie Gurken und Klettererdbeeren, denn ihre Früchte wachsen an überhängenden Ranken am liebsten. Im Prinzip können alle Pflanzen ins Hochbeet gesetzt werden, angefangen von Zwiebeln über Möhren, Erbsen, Bohnen, Rettich, Radieschen, Salat und mehr. Eine sogenannte Mischkultur aus Gemüse und Blumen sorgt ebenfalls für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte. Danke an Peter Ludwig für die lehrreiche Vorführung und den Aufbau des Hochbeetes.

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