Mittwoch, 20.02.2019

Gnadenlos närrischer Kampagne-Auftakt: Mit Büttenreden, Musik und Ehrungen startete der Niedernberger Carnevalverein NCV am Sonntag, 11.11. in die neue Faschingssaison

Praktische Prüfung zum "Echten Honischer": Wolfgang Fecher, Andre Klug, Ex-Prinz Klaus und Schwester Damaris
Steffen Sollorz
Mittwoch, 14. 11. 2018 - 23:40 Uhr

Mit Dreifach Honisch Helau begrüßte Otti Morczinczyk, 2. Vorstand, am 11.11. die Narrenschar in der vollbesetzten Narrhalla. Heribert unterhielt musikalisch in bewährter Weise. Präsident Wolfgang Fecher moderierte und Ehrungen standen auf dem Programm...

Mit Dreifach Honisch Helau begrüßte Otti Morczinczyk, 2. Vorstand, am 11.11. die Narrenschar in der vollbesetzten Narrhalla. Heribert unterhielt musikalisch in bewährter Weise. Präsident Wolfgang Fecher moderierte und Ehrungen standen auf dem Programm. Nachdem die Hoheiten der vergangenen Kampagne, Klaus III. und Victoria I., verabschiedet waren, ging es gleich pointenreich in der Bütt zu. Nachwuchsrednerin Amelie Klement hatte ihre Sorge mit dem elterlichen Dialekt: Wenn „Brode“ auf dem Speiseplan steht, bedeutet das werktags ein ganz anderes Gericht, als sonntags. Bütt-Neulinge Jennifer Jordan und Mareike Müller ernteten Lachsalven mit ihrer Zwiesprache. Sie trafen sich an einer Bushaltestelle auf dem Weg nach Weimar um den Schreibtisch des Dichters Schiller zu kaufen. Die Damen redeten urkomisch aneinander vorbei. Ungeklärt blieb dabei, wer der Götz von Berchtesgaden ist, und auch, was genau auf Schillers Schreibtisch passierte, als er die Jungfrau von Orleans „bearbeitete“. Mareikes Fazit: „Ich komme mir vor wie Calais – gegenüber ist Dover“. In Christel Neys Vortrag kam das männliche Volk nicht gut weg. Auf ihre Frage, ob die Narrenschar die Eigenheiten der Männer kenne, antwortete Ordensschwester Damaris am lautesten mit Ja, und hatte sogleich die Lacher auf ihrer Seite. Männer seien zu allem fähig, aber zu nichts zu gebrauchen. Demzufolge wird der Ehegatte mit 100 Euro auf Hamburgs Herbertstraße geschickt, mit dem Satz „Geh hin und blamier´ dich“. Auch machen sich Frauen nur aus einem Grund für die Männer hübsch: Weil das Auge des Mannes besser entwickelt sei als der Verstand. Als neue Ehrenbürgerin der Gemeinde haben Schwester Damaris und Ex-Prinz Klaus den Praxis- und Theorietest zum „Echten Honischer“ bestanden. Tanzmariechen Emma Heimbach hängt künftig die Tanzschuhe an den Nagel, zeigte aber ein letztes Mal eindrucksvoll, in einem extra einstudierten Tanz, ihr Können. „So schön kann doch kein Mann sein“ trällerten Renate Reinhard und Anja Schnabel zu Beginn ihres Dialogs über ihre Ehemänner. Sie beschlossen lieber von innen gegen die Falten zu drücken, statt zu fasten. Schließlich unterstellte der Liebste beim weiblichen Hexenschuss, dass eine Hexe niemals auf eigenen Leute schießen würde. So sei das wohl, wenn man die Perlenhochzeit erreicht habe – „Die Perle wird vor die Sai geworfe“. Büttenprofi Heribert reimte, warum Frauen nicht im NCV-Elferrat sitzen können. Denn: „Wenn die Frauen thronen, gibt es vorher erstmal unendliche Diskussionen“.

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