Musikfrühling beim MV Röllfeld in voller Blütenpracht - Programm mit symphonischer und traditioneller Blasmusik lässt keine Wünsche offen

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Musikverein Röllfeld 1920 e.V.

Klingenberg a.Main
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Thomas Schmitz und das Große Orchester des MV Röllfeld begeisterten die Zuhörer beim Frühlingskonzert in der Hemmelrath-Halle.
Foto: Heinz Linduschka
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Nach zwei Stunden Frühlingskonzert war die Begeisterung in der Halle groß: bei den Musikerin und beim Publikum.
Foto: Heinz Linduschka
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Ein überzeugender Soloauftritt mit dem Flügelhorn: Daniel Arnold beim "Bésame Mucho".
Foto: Heinz Linduschka
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Die zwei Jahre Zwangspause waren Thomas Schmitz und dem Großen Orchester des MV Röllfeld nie anzumerken.
Foto: Heinz Linduschka
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Sachlich, konzentriert und uneitel: die Moderation von Christoph Becker.
Foto: Heinz Linduschka
Röllfeld. Erst wenn man die Live-Musik wieder so richtig genießen kann, weiß man, was einem gut zwei Jahre lang wirklich gefehlt hat! Da waren sich am Samstag alle Besucher in der Hemmelrath-Halle am Ende des zweistündigen Frühlingskonzerts durch die drei Dutzend Musikerinnen und Musiker des MV Röll...
Röllfeld. Erst wenn man die Live-Musik wieder so richtig genießen kann, weiß man, was einem gut zwei Jahre lang wirklich gefehlt hat! Da waren sich am Samstag alle Besucher in der Hemmelrath-Halle am Ende des zweistündigen Frühlingskonzerts durch die drei Dutzend Musikerinnen und Musiker des MV Röllfeld 1920 e.V. völlig einig – wie auch ihre „Zugabe“-Rufe und ihr am Ende euphorischer Beifall bewiesen. Der Start nach langer Zwangspause schien vor allem für die Zuhörer nicht einfach: Einige Plätze blieben frei und auch die Begeisterung im Saal brauchte ein bisschen Anlaufzeit. Das lag ganz sicher nicht am großen Orchester unter der gewohnt souveränen und engagierten Leitung von Thomas Schmitz, das schon beim einleitenden Konzertmarsch „Sympatria“ bewies, dass intensive Proben zusammen mit dem Können der Akteure keinerlei Spuren der zweijährigen Pause im harmonischen Ensembleklang der Röllfelder hinterlassen hat – im Gegenteil: Kenner des Orchesters hatten den Eindruck, der Klang war diesmal noch frischer, die Spielfreude noch größer als in früheren Jahren. Die Freude, endlich wieder mal Publikums spielen zu können, war allen anzumerken, den Musikern und dem Dirigenten – an den strahlenden Gesichtern und am lebendigen, hochmotivierten Auftritt.

Zwei große Vorzüge zeichnen den inzwischen gut hundertjährigen Musikverein seit langem aus: Die stimmige Mischung aus guter traditioneller Blasmusik mit schöner Differenzierung der einzelnen Stimmen und gepflegter, ausdrucksstarker symphonischer Blasmusik mit dem Mut, auch mal Neues zu wagen. Und dazu begeistern unter Schmitz Leitung immer wieder die „sahnigen“, bruchlosen Übergänge bei Filmmusik, Musicals und Medleys. Beim Programm des MV Röllfeld in den Frühlingskonzerten mit der langen Tradition hat bisher immer jeder seine Lieblingsmusik gefunden und genossen – und das war bei diesem „Nachholkonzert“ nicht anders. Keine Aggressivität, eher Harmonie und spielerischer Schwung beim österreichischen Konzertmarsch, ein souveränes Stimmungs- und Tempopotpourri beim „Concerto D’Amore“ mit dem eindrucksvollen Beweis, dass Barockmusik, Pop- und Jazzelemente eine spannende Einheit bilden können – Jacob de Haan war mit einem Glanzstück seines Schaffens in rundum gelungener Interpretation durch das Orchester zu hören. Schöne Wiedererkennungseffekte im Dreivierteltakt bei Dimitri Shostakovichs „Second Waltz“, Ohrwürmer in „My fair Lady“, dem Aufeinandertreffen von Professor Higgins und Eliza Doolittle, die Schmitz und seine Musiker kongenial im schönen Arrangement von John Moss in die Halle zauberten. Das reichte vom frech-sehnsüchtigen „Wäre det nich wundscheen“, über das peppige „Mit ‘nem kleenen Stückchen Glück“, das träumerisch-verliebte „Ich hätt‘ getanzt heut‘ Nacht“ bis zum witzig-entschlossenen „Bring mich pünktlich zum Altar“ – das Orchester traf immer die richtige Stimmung.

Heinz Linduschka
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