Das fünfte „antiqua et nova“ Konzert in der evang – luth. Friedenskirche Obernburg mit Ensembles und Solisten der Musikschule Obernburg e.V.

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Musikschule Obernburg e.V.

Obernburg
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Ensemble12
Foto: Musikschule_Obernburg
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine spannende und berührende Mischung aus Werken alter und neuer Meister. „Musik, die beim ersten Hören etwas fremd erscheinen mag nicht verstehen zu wollen, sondern zu empfinden", empfahl der stellvertretende Schulleiter Frank Wittstock in seiner Begrüßung in der ...
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine spannende und berührende Mischung aus Werken alter und neuer Meister. „Musik, die beim ersten Hören etwas fremd erscheinen mag nicht verstehen zu wollen, sondern zu empfinden", empfahl der stellvertretende Schulleiter Frank Wittstock in seiner Begrüßung in der Friedenskirche Obernburg.
Das Ensemble12,(Ltg F.Wittstock), präsentierte sich mit einer Chaconne von Purcell als kraftvoll aufspielendes, rhythmisch pointiertes Gitarrenensemble. In „La suave melodia“ von Falconieri verstanden es die beiden fein phrasierenden und präzise mit dem Ensemble12 agierenden Solistinnen Sabrina Ball (Violine) und Sophia Bauer (Oboe) mit dem barocken, Theorben ähnlichen Klang der einfühlsam begleitenden Gitarren zu verschmelzen. Beeindruckend dann der Übergang an das direkt anschließende Projektensemble; Sabrina Ball trug den Schlusston langsam schreitend durch den Kirchenraum zu ihren Ensemblepartnern Nele Gentil, (Querflöte) Uschi Marquart, (Euphonium) Florian Wöber, (Ltg. u. E-Gitarre) und eröffnete damit eine sich im Verlauf dramatisch steigernde Improvisation. Das Percussionensemble (Felix Hain, Tobias Reichert und Anton Wolfstetter,Ltg. Carsten Froneberg)zeigte in dem Werk Pent-a-ton von T. Keemss mit großer rhythmischer Präzision was auf Boomwhackern alles möglich ist.
Klavierlehrerin Maria Franzke stellte das vom Freundeskreis „Appassionata“ gespendete Cembalo vor. Mit Orlando Gibbons „A Fancy or Voluntary“ führte sie das Publikum in die ausklingende Renaissance – die Blütezeit des Cembalos - durch eine berührende Interpretation der mit einzelnen, nahezu isoliert wirkenden Tönen beginnenden Fantasie. Im Wechsel dazu zarte Gitarrenklängen von der Empore, (Angelina Fath und Max Pöttcher) die im Duo mit dem über 500 Jahre alten „Je pris amours“ von Spinacino die Zuhörer mit feiner Tongebung in die Welt der frühen Renaissance versetzten. Dass Max Pöttcher ein tiefes Verständnis für die Musik des Komponisten Dowland besitzt, war auch in den beiden Werken „Preludium“ und „Fortune my foe“ nicht zu überhören. Mit seinem lautenähnlichen, silbrigen Ton tauchte der junge Gitarrist tief in die melancholische Welt des englischen Komponisten ein. Laura Brettschneider und Anna Bruhm gaben dem ungewöhnlichen, nicht instrumental begleiteten Werk „ear for Ear“ durch ihre klaren Stimmen und eine in sich ruhende Interpretation emotionale Tiefe.Lang anhaltender Applaus war der Dank für das einstündige, von Gegensätzen geprägte Programm. F. Wittstock
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