Eine besondere Serenade in besonderen Zeiten

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe MusikcorpsNiedernberg

Niedernberg
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Unter der Leitung von Dirigent Thomas Schmitz präsentiert sich das Niedernberger Musikcorps zur Serenade auf dem Schulhof in voller Musikerzahl.
Foto: Florian Schmitt
Es war anders als es Musiker und Zuhörer gewohnt sind, aber dennoch ein rundum gelungener Abend: Um die jährliche Serenade am letzten Juli-Wochenende trotz Corona-Abstandsregeln umsetzen zu können, verlagerte das Niedernberger Musikcorps sein Open-Air-Konzert auf den Pausenhof der Grundschule...

Es war anders als es Musiker und Zuhörer gewohnt sind, aber dennoch ein rundum gelungener Abend: Um die jährliche Serenade am letzten Juli-Wochenende trotz Corona-Abstandsregeln umsetzen zu können, verlagerte das Niedernberger Musikcorps sein Open-Air-Konzert auf den Pausenhof der Grundschule.
Für die Zuhörer standen Bänke bereit, die gern genutzt wurden. Darüber hinaus verteilten sich viele kleine Grüppchen bei strahlendem Sonnenschein über den ganzen Pausenhof, so dass trotz Corona zahlreiche Gäste der Musik lauschen konnten. Gerade einmal sechs gemeinsame Proben waren nach der langen Zwangspause möglich, aber das Musikcorps präsentierte sich absolut tonsicher und in voller Musikerzahl. Vereinsvorsitzender Josef Scheuring eröffnete den Abend, Florian Schmitt führte charmant durch das Programm.
Die Serenade startete mit dem Coburger Marsch. Es folgten „Mein Heimatland“ von Sepp Neumayr und die Südböhmische Polka. Diese wurde durch Ernst Mosch bekannt und gehört seit vielen Jahren zum beliebten Inventar des Niedernberger Musikcorps.
Seine Moderation lockerte Schmitt – selbst Blechbläser – immer mal wieder mit einem Witz auf, meist auf Kosten der Holzbläser. So fragte er nach dem Unterschied zwischen einer Klarinette und einer Handgranate und lieferte die Antwort gleich hinterher: „Es gibt keinen – wenn man es hört, ist`s zu spät."
Dirigent Thomas Schmitz wollte mit einem Blech-Witz dagegensetzen. Doch Schmitt ließ ihn nicht ans Mikrofon – schließlich müsse der Abstand eingehalten werden. Der Moderator verriet auch, dass die Hoffnung des Dirigenten auf mehr Disziplin dank der Corona-Abstandsregeln ziemlich schnell im Keim erstickt wurde. Denn Schwätzen funktioniere auch mit Abstand noch ganz gut.
Weiter ging das Programm mit einem anspruchsvollem Marsch von Ernst Mosch, dem Egerländer Musikantenmarsch, und dem Böhmischen Traum von Norbert Gälle. Dass auch Popmusik von einem Blasorchester toll klingen kann, bewies das Musikcorps unter anderem mit „Let me entertain you“ von Robbie Wiliams. Mit "Disco lives", einem Mix aus „Stayin Alive“, „I will survive“ und „Y.M.C.A.“, versetzte das Blasorchester seine Zuhörer zurück in die Zeit der Schlaghosen und Föhnfrisuren.
Dann durften wieder die Freunde der Blasmusik mitsingen: zu Klassikern wie Vogelwiese und Windrosenpolka. Eine besondere Atmosphäre schufen die Musiker mit „Heal the world“ von Michael Jackson. Moderator Schmitt erinnerte an dessen Bedeutung: ein Appell, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Angesichts der Corona-Pandemie sorgten diese Klänge für Gänsehaut.
Das Musikcorps verabschiedete sich traditionell mit „Bis bald auf Wiedersehen“, wurde aber nicht ohne Zugabe vom Publikum entlassen. Das „Frankenlied“ sangen alle kräftig mit. In rund eineinhalb Stunden hatten es die Musiker geschafft, nach langer Zeit mal wieder etwas Feststimmung aufkommen zu lassen und zahlreichen Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Eine rundum gelungene Serenade in dieser besonderen Zeit.

Christine Schmitt

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