Samstag, 24.08.2019

Maria-Ward-Schülerinen erkunden Politik und Zeitgeschichte in Berlin

b.bauer
Dienstag, 28. 10. 2014 - 13:33 Uhr

Die Maria-Ward-Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe erkundeten in der Bundeshauptstadt Berlin wichtige Stationen der neueren deutschen Geschichte und des politischen Systems der BRD. Bereits während der Anfahrt über die berühmte AVUS erfuhren die Schülerinnen von ihrem kompetenten „Reiseführer“...

Die Maria-Ward-Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe erkundeten in der Bundeshauptstadt Berlin wichtige Stationen der neueren deutschen Geschichte und des politischen Systems der BRD.
Bereits während der Anfahrt über die berühmte AVUS erfuhren die Schülerinnen von ihrem kompetenten „Reiseführer“ Franz-Josef Wissel viel Wissenswertes über ihr Reiseziel. Durch Sieglinde Bauer erhielten sie die entsprechenden geschichtlichen und politischen Einblicke.
Erster großer Programmpunkt in Berlin war der Besuch der Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße, wo 1961 viele Menschen in letzter Sekunde in den Westen sprangen und wo die Mauer direkt an den Wohnhäusern entlang lief. Im Besucherzentrum erklärten Filme die Geschichte und Funktionsweise der Mauer.
Der erste Programmpunkt am nächsten Tag erschien allen wie ein böser Traum, und doch war „Hohenschönhausen“, das ehemalige STASI-Untersuchungsgefängnis Realität. Dass die DDR eine Diktatur war, wussten alle, auch, dass nicht alles mit rechtstaatlichen Mitteln ablief, doch dass das SED-Regime mit so rabiaten Mitteln durchgriff und solch menschenverachtende Maßnahmen zur Umsetzung ihres Willens benutzt hatte, erfuhren die Schülerinnen erst bei den sehr beeindruckenden Führungen durch Zeitzeugen.
Von der Gedenkstätte Hohenschönhausen aus ging es nach „West Berlin“ in den Reichstag. Nach einer kurzen Einführung über die Arbeitsweise des Bundestages durch den Besucherdienst kam es zur persönlichen Begegnung mit Frau MdB Andrea Lindholz. Sie informierte über den Alltag eines Abgeordneten und beantwortete mit großer Geduld alle Fragen, die auch in den privaten Bereich reichten. Danach durfte natürlich ein Besuch der gläsernen Kuppel nicht fehlen.
„Frau Präsidentin, sehr verehrte Damen …“ Dieser Redeanfang spielte am nächsten Morgen eine wichtige Rolle beim Planspiel im Bundesrat, bei dem die Schülerinnen einen Gesetzentwurf der Bundesregierung diskutierten. Die „Bundesratsmehrheit“ forderte in einem Änderungsentwurf einige Verschärfungen des Gesetzes, um einem Missbrauch beim Konsum von „weichen“ Drogen vorzubeugen.
Am Abend stand dann ein politisches Cabaret der „Stachelschweine“ auf dem Programm, in dem die Politik in Berlin auf sehr amüsante Weise karikiert wurden.
Vor der Heimreise am nächsten Tag gab es noch einen Abstecher an den Checkpoint Charlie, einen Ort, an dem die Welt einige Male kurz vor dem 3. Weltkrieg stand. Den Abschluss bildete eine Führung durch das Pergamon Museum mit seinen beeindruckenden und interessanten Originalen und und Nachbauten aus der Antike.

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