Mittwoch, 08.12.2021

Anne Frank Tag 2021 an der MWS

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Maria-Ward-Schule

Aschaffenburg
Kommentieren
2 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Besuch20in20der20Pause20Anne20Frank
Foto: maria-ward-schule
Der Anne-Frank-Tag findet seit 2017 jedes Jahr anlässlich von Anne Franks Geburtstag (am 12. Juni) statt. In diesem Jahr wird er am Freitag, den 11. Juni in der Berliner Anne-Frank-Grundschule feierlich eröffnet und die Veranstaltung wird passend zum diesjährigen Thema auf Youtube live gestreamt...
Der Anne-Frank-Tag findet seit 2017 jedes Jahr anlässlich von Anne Franks Geburtstag (am 12. Juni) statt. In diesem Jahr wird er am Freitag, den 11. Juni in der Berliner Anne-Frank-Grundschule feierlich eröffnet und die Veranstaltung wird passend zum diesjährigen Thema auf Youtube live gestreamt.
Ziel des Anne Frank Tages 2021 ist es, dass Schülerinnen und Schüler ihre Medienkompetenz weiterentwickeln und ihre Urteilskraft gestärkt wird. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich antisemitischer Verschwörungserzählungen in der Gegenwart. Die Klassen der Maria-Ward-Schule können vor Ort und im Homeschooling mit den Materialien unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsbestimmungen arbeiten. Wie in den vergangenen Jahren gehört dazu die Ausstellung in der neuen Aula, die die Schülerinnen zwischen dem 10. und 25. Juni in der Pause und während des Geschichtsunterrichtes besuchen können. 2021 trägt sie den Titel »Blick auf die Geschichte«. Sie erzählt auf sieben großformatigen Plakaten – gedruckt und online – die Lebensgeschichte von Anne Frank anhand von historischen Fotografien. Sie zeigen Anne Frank in der Zeit zwischen 1931 als zweijähriges Kind und zuletzt 1942 als 13-jährige Teenagerin. Abgebildet sind auch Fotos aus dem Leben ihres Vaters nach dem Krieg, der als einziger aus der Familie den Holocaust überlebte. Die Lernmaterialien regen dazu an, sich mit historischen Fotos kritisch auseinanderzusetzen und die Erkenntnisse auf gegenwärtige Medien zu übertragen: »In welchem politischen und gesellschaftlichen Kontext ist das Foto entstanden?«, »Welche Absicht verfolgten die Fotograf*innen?«, »Was zeigt uns das Foto, und was zeigt es uns nicht?«
Den Schülerinnen steht daneben ein digitales Interview mit dem Holocaust-Überlebenden Tswi Herschel zur Verfügung, der die Verfolgung als jüdisches Kind versteckt bei einer christlichen Familie in den Niederlanden überlebt hat. Das Video und viele weitere Materialien werden in einem mebis-Kursraum zur Verfügung gestellt, der es den Schülerinnen und auch Lehrkräften ermöglicht, sich auch zuhause mit diesem aktuellen Thema zu beschäftigen und mit ihren Familien zu diskutieren.
Zusätzlich gibt es in der Schülerbücherei einen Thementisch zu Anne Frank, auf dem verschiedene Bücher und ein maßstabsgetreues 3D-Modell des Verstecks auf interessierte Schülerinnen wartet.
Der »Blick auf die Geschichte« schärft auch unseren Blick auf die Gegenwart. Fotografien sind ein wundervolles Mittel, um Erinnerungen an schöne, aber auch traurige Momente zu bewahren. Dennoch sind sie auch ein Medium, dass bewusst eingesetzt und auch verändert werden kann. Damals wie heute ist es daher nötig, sich kritisch damit auseinanderzusetzen und Darstellungen zu hinterfragen. In Zeiten von Verschwörungstheorien und Fake News machen sich unsere Schülerinnen mit dem Anne-Frank-Tag stark für eine demokratische und offene Gesellschaft, frei von Vorurteilen und Manipulation.
Tatjana Kreß
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!