Dienstag, 13.04.2021
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Zu Besuch bei Familie Nigidius

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Maria-Ward-Realschule

Aschaffenburg
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Pompejanum
Foto: p.matheis
54 Nasen riechen freiwillig an einer Flüssigkeit, die entsteht, wenn man Fisch einschließlich seiner Eingeweide mit Salzlake vermischt und monatelang der Sonne aussetzt. Nein, hier werden keine Schüler gequält...
54 Nasen riechen freiwillig an einer Flüssigkeit, die entsteht, wenn man Fisch einschließlich seiner Eingeweide mit Salzlake vermischt und monatelang der Sonne aussetzt. Nein, hier werden keine Schüler gequält. Die Mädchen der Klassen 6a und 6c der Maria-Ward-Realschule riechen freiwillig an einem der ältesten Gewürze der Welt. Unter dem Namen „Garum“ kannten die antiken Römer diese Würzsoße, die damals so populär war, wie unser heutiges „Maggi“.
Bei der Führung im Pompejanum war dieser Aspekt nur ein kleiner Teil der Informationen, die die Mädchen zum Alltagsleben der Römer erfahren durften. Die Klassen versetzten sich 2000 Jahre zurück in die römische Antike und schauten der fiktiven Familie Nigidius über die Schulter. Dabei lernten sie so einiges: Welche Funktion hatte das Atrium einer römischen Patrizier-Villa? Welche Stellung nahm Herr Nigidius als „patron“ in der Familie ein? Wofür war die „patrona“ zuständig? Was hatten die zahlreichen Haussklaven zu tun? Wie lebten die Kinder der Familie Nigidius? Was stand – neben des „Garums“ – auf dem Speiseplan der Familie? Wo und wie wurde gegessen?
Nebenbei wurde auch von der Entstehungsgeschichte des Pompejanums und der Aufbauarbeiten nach den Zerstörungen des 2. Weltkriegs berichtet.
Highlight aber war das Anlegen der römischen Patrizier-Toga. Hierbei wurde den Mädchen bewusst, dass es sich um eine zeitaufwändige und vor allem sehr exakt auszuführende Arbeit handelte, bei der einige Haussklaven Hilfe leisteten mussten. Nicht nur Material und Farbe, sondern auch Größe und Faltenwurf der Stoffbahnen zeigten die gesellschaftliche Stellung des Trägers, wodurch Konzentration und Genauigkeit beim Ankleiden notwendig war.
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