Dienstag, 15.10.2019

Exkursion der zehnten Klassen des Maria-Ward-Gymnasiums zur Gedenkstätte „Point Alpha“

A.Kalks
Sonntag, 12. 08. 2018 - 17:43 Uhr

Am Morgen des 12.07.18 starteten die zehnten Klassen des Maria-Ward-Gymnasiums zur Gedenkstätte „Point Alpha“. Der Tagesausflug begann im „Haus auf der Grenze” mit einem Vortrag eines Pioniers der Bundeswehr, welcher sehr anschaulich die Blockbildung in der Nachkriegszeit darstellte...

Am Morgen des 12.07.18 starteten die zehnten Klassen des Maria-Ward-Gymnasiums zur Gedenkstätte „Point Alpha“. Der Tagesausflug begann im „Haus auf der Grenze” mit einem Vortrag eines Pioniers der Bundeswehr, welcher sehr anschaulich die Blockbildung in der Nachkriegszeit darstellte. Von der weltpolitischen Gesamtsituation wurde dann die Teilung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg thematisiert, wobei insbesondere das Grenzgebiet und strategische Überlegungen im Fokus standen. Nach angeregten Diskussionen der Schülerinnen über die Inhalte des Vortrags folgten die Zeitzeugengespräche. Während eine Klasse mit einem ehemaligen Sportprofi aus der DDR ins Gespräch kam, konnte die andere Klasse einer Bewohnerin der einstigen Sperrzone Fragen stellen. Sie zeigten auf, welch ein Wunder die deutsche Wiedervereinigung zum damaligen Zeitpunkt darstellte. Aus den Gesprächen resultierte viel neuer Input, der den Schülerinnen zwar einerseits die Vorteile und den Alltag in der DDR aufzeigte, andererseits jedoch auch die Zwänge, die Repressalien und die Verbrechen thematisierte. Anschließend startete die Führung im Museum, dem auf dem ehemaligen Kolonnenweg errichteten „Haus auf der Grenze”. In diesem wurde den Schülerinnen zunächst die angespannte damalige politische Situation veranschaulicht. Auch die allgemeine Geschichte der DDR kam nicht zu kurz. Besonders interessant war die Veranschaulichung der innerdeutschen Grenze. Ein kleines Modell der gesamten Grenzanlage gab eine Vorstellung von dem Umfang der Grenzanlagen. Ein Stück des originalen Zauns machte „begreifbar“, welche Verletzungen man sich zuzog, wenn man versuchte, über den Zaun zu klettern. In einem weiteren Teil des Museums wurden Einzelschicksale aus der Region rund um Point Alpha beschrieben, welche die Willkür und Rücksichtslosigkeit des Staates hervorhoben. Nach der Museumstour machten sich die Gruppen auf den Weg in das einige hundert Meter entfernte ehemalige US-Camp. Dort konnten die Schülerinnen nachvollziehen, welche Auswirkungen es auf die Bewohner und die Soldaten hatte, die im Grenzgebiet lebten bzw. stationiert waren.
Nach diesem eindrucksvollen Ausflug war den Schülerinnen wieder bewusst, dass sie als eine der ersten Generationen, die nach der deutschen Wiedervereinigung geboren wurden, die Verantwortung haben zu wissen, was damals geschehen ist. (Miriam Bergmann 10a, Angela Kalks)

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