Donnerstag, 02.12.2021

Der Kampf um Troja im Mehrgenerationenhaus - Michael Seiterle liest im Literaturcafé

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe Main-Reim

Aschaffenburg
Kommentieren
1 Min.

Sie müssen sich anmelden um diese Funktionalität nutzen zu können.

Michael Seiterle liest im Literaturcafé
Der Aschaffenburger Autor Michael Seiterle bei seiner Lesung zum Roman "Sinon der Held" im Literaturcafé des MIZ.
Foto: Bernhard Bauser
Am Dienstag, den 17.4., las der Aschaffenburger Autor Michael Seiterle im Rahmen des Literaturcafés des MIZ in Aschaffenburg aus seinem neuen Roman „Sinon der Held“. In einer gleichermaßen unterhaltsamen wie nachdenklichen Lesung präsentierte Seiterle sein Buch über den vergessenen Helden des trojan...
Am Dienstag, den 17.4., las der Aschaffenburger Autor Michael Seiterle im Rahmen des Literaturcafés des MIZ in Aschaffenburg aus seinem neuen Roman „Sinon der Held“. In einer gleichermaßen unterhaltsamen wie nachdenklichen Lesung präsentierte Seiterle sein Buch über den vergessenen Helden des trojanischen Krieges.

Die Organisatorin Rita Rehberg begrüßte erfreut das gute Dutzend Zuhörer zum Literaturcafé im April. Nachdem sie das Main-Echo zitierend den Autor als einen der vielseitigsten Autoren des Mainvierecks vorstellte, übernahm Seiterle und erläuterte die Beweggründe für seinen Roman: Der von der Weltliteraturgeschichte fast völlig ignorierte Sinon war derjenige, dem es gelungen war, den Trojanern die Geschichte vom Pferd zu erzählen. Und dies gelang Sinon so überzeugend, dass der hölzerne Gaul in die Stadt gezogen wurde, was zum Untergang Trojas führte.

Die Tatsache, dass der eigentliche Held dieses Mythos nie entsprechend gewürdigt wurde, hat Seiterle zum Anlass genommen, dessen Geschichte in einem Roman zu verewigen. Der Autor las Passagen aus den Wanderjahren des Helden, wo er zum Beispiel als Souvenirverkäufer ahnungslose Touristen über den Tisch zog und dabei sein rhetorisches Talent entdeckte. In der abwechslungsreichen Lesestunde kamen nachdenkliche Zeilen zum Wahnsinn des Krieges ebenso zur Sprache wie witzig-skurrile Diskussionen mit China-Imbiss-Budenbesitzern und humorvoll kommentierte Variationen von bekannten Mythen wie „Das Urteil des Paris“, „Der Raub der Helena“ oder „Iphigenie in Aulis“.

Der Zuhörer lauschten dem eindrucksvollen Vortrag gebannt bis zur Vernichtung der Weltstadt Troja und schließlich entwickelte sich noch eine angeregte Diskussion über Ilias, Mythos und Literatur.

Das Literaturcafé findet an jedem dritten Dienstag im Monat im MIZ, Miteinenander im Zentrum e.V. in der Badergasse 7 in Aschaffenburg statt. Dort befinden sich das Mütter- und Familienzentrum und das Mehrgenerationenhaus unter einem Dach. Das MIZ versteht sich als einen Ort der Begegnung für alle Menschen und bietet in diesem Rahmen zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen an.
www.miz-ab.de

Autorin: Nathalie Himmelsbach
Kommentare

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden

Artikel einbinden
Sie möchten diesen Artikel in Ihre eigene Webseite integrieren?
Mit diesem Modul haben Sie die Möglichkeit dazu – ganz einfach und kostenlos!