Dienstag, 11.12.2018

Zeitinsel Fortbildung MIZ Miteinander im Zentrum e.V.

Sigrid.Schnatz
Donnerstag, 06. 12. 2018 - 15:17 Uhr

Dementen Menschen Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit schenken Ende November fand eine Fortbildung zum Thema „Ernährung bei Demenz“ für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Zeit-Insel im MIZ Miteinander im Zentrum e...

Dementen Menschen Zeit und liebevolle Aufmerksamkeit schenken
Ende November fand eine Fortbildung zum Thema „Ernährung bei Demenz“ für die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen der Zeit-Insel im MIZ Miteinander im Zentrum e.V. in Aschaffenburg statt. Zehn Zeit-Insel-Mitarbeiter/innen lauschten interessiert den Ausführungen von Frau Sabine Geipel, Dozentin für Gerontopsychiatrie. Im Anschluss an den Vortrag tauschten sich die Teilnehmer/innen angeregt über persönliche Erfahrungen aus.
Aber was ist eigentlich die Zeit-Insel?
Die Zeit-Insel ist ein Projekt des MIZ Miteinander im Zentrum e.V., bei dem es darum geht, demenzkranke Menschen und ihre pflegenden Angehörigen in ihrer häuslichen Umgebung zu unterstützen. Die ehrenamtlichen Zeit-Insel-Mitarbeiter/innen spenden ihre Zeit und schenken dementen Menschen ihre liebevolle Aufmerksamkeit. Sie kommen in die Familien und betreuen die an Demenz erkrankten Senioren und sorgen so für eine stundenweise Entlastung der Angehörigen. Die Mitarbeiter wurden in speziellen Kursen geschult und verfügen über besondere Kompetenzen, die im Umgang mit demenzkranken Menschen hilfreich sind. Sie spielen mit den alten Menschen, gehen mit ihnen spazieren, kochen oder backen gemeinsam, schauen zusammen Fotobücher o.ä. an, so dass alte Erinnerungen wieder lebendig werden und vieles mehr. In jedem einzelnen Fall wird überlegt, womit man den alten Menschen erreichen kann und was ihm Freude macht. Denn nur so ist eine für alle Seiten angenehme und hilfreiche Begleitung möglich.
Frau Geipel sprach in ihrem Vortrag u.a. das Problem an, dass alte Menschen häufig nicht genug und nicht gerne trinken. Eifriges Nicken in der Gruppe. „Versuchen Sie es doch mal mit kleinen Gläschen und besonders leckeren Säften. Prosten Sie sich gegenseitig zu und Sie werden sehen, wie schnell da 100-ml weg sind.“
Ja, man muss kreativ und manchmal recht unkonventionell im Umgang mit dementen Menschen sein, darin waren sich alle Anwesenden einig.
Marie-Luise Roegels ergänzte, dass es notwendig sei, sich immer wieder ganz individuell auf den jeweiligen Menschen und seine Bedürfnisse einzuschwingen. „Derzeit betreue ich einen alten Herrn, mit dem kann ich nicht jedes Mal „Mensch-ärgere-dich-nicht“ oder „UNO“ spielen. Jetzt habe ich herausgefunden, dass er früher gerne Holzarbeiten gemacht hat. Also werden wir demnächst etwas zusammen schnitzen. Die Utensilien dazu habe noch von meiner früheren Arbeit mit Kindern,“ fügte sie lächelnd hinzu.

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet und Ihre E-Mail Adresse bestätigt sein!


Benutzername
Passwort
Anmeldung über Cookie merken
laden