Dienstag, 13.11.2018

Sportbootfahren - gelebte Inklusion seit über 25 Jahren

Julia Krämer / Lebenshilfe Main-Spessart e.V.
Donnerstag, 02. 08. 2018 - 14:49 Uhr

Im Juli lud der Sportbootclub Lohr Menschen mit Behinderung und deren Angehörige auf eine Bootstour auf dem Main ein. Die Aktion, die in Zusammenarbeit mit den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Main-Spessart e...

Im Juli lud der Sportbootclub Lohr Menschen mit Behinderung und deren Angehörige auf eine Bootstour auf dem Main ein. Die Aktion, die in Zusammenarbeit mit den Offenen Hilfen der Lebenshilfe Main-Spessart e.V. organisiert wird, erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Ca. 90 Menschen mit Behinderung und deren Familien nahmen das Angebot wahr, den Main und seine Umgebung aus einer anderen Perspektive zu erleben. Für viele ein Jahreshighlight im Freizeitprogramm der Offenen Hilfen der Lebenshilfe.

Der Vorsitzende des Sportbootclubs Peter Wolf begrüßte die Besucher mit und ohne Behinderung und erklärte den Ablauf des Nachmittags. Der Sportbootclub stellte nicht nur die Boote und die Fahrer zur Verfügung, sondern sorgte mit einer kostenlosen Bewirtung mit auch für das leibliche Wohl seiner Besucher. Das Ergebnis war einmal mehr ein spannender Tag für alle Beteiligten. Die Mitglieder des Sportbootclubs freuten sich über eine nicht alltägliche, aber sehr herzliche Begegnung mit ihren Gästen, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen über die Gastfreundschaft und die seltene Gelegenheit über
den Main zu brausen. Die nötige Betreuung wurde von hauptamtlichen Mitarbeitern des Freizeitbereiches der Offenen Hilfen geplant. Melanie Wich (B.A. Sonderpäd.), Julia Krämer (Dipl.Päd.Univ.), Manuela Hart, Melanie Detzel (Erzieherinnen) und Ina Gerberich (Azubi Heilerziehungspflege)waren für die Offenen Hilfen vor Ort, um zusammen mit ehrenamtlichen Helfern die TeilnehmerInnen zu begleiten.
In Zusammenarbeit der Kapitäne und Betreuer konnten fast alle den wackeligen Einstieg in die Boote gut bewältigen. Auch stark bewegungseingeschränkte TeilnehmerInnen wurden mit vereinten Kräften und mit lauten Motivationsrufen der Zuschauer an Bord gehoben und genossen die Bootsfahrt sichtlich. Die Begeisterungsrufe der Bootsfahrer waren auch am Ufer noch zu hören und zauberten allen Anwesenden ein Lächeln in ihr Gesicht.

Der Bereichsleiter der Offenen Hilfen, Herbert Schwaiger, weist in seinem Pressebericht außerdem daraufhin, dass der Fachbereich Freizeit, Bildung, Begegnung mittlerweile ca. 280 Freizeitaktionen pro Jahr für Menschen mit Behinderung anbietet und von über 270 Menschen mit Behinderung meist
regelmäßig genutzt wird. Letztes Jahr nahmen Menschen mit Handicap über 5.000 Mal an den überwiegend inklusiven Angeboten teil. Der Dienst der Offenen Behindertenarbeit wird vom Bezirk Unterfranken und aus Mitteln des Landes Bayern gefördert.

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