Samstag, 23.10.2021

Zweimal Treppensteigen

Unser Echo: Ein Beitrag der Gruppe LSV Seligenstadt-Zellhausen

Mainhausen
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Foto: LSVZulu
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Mühe mit häufigem Treppensteigen? Dann ist eine Ausbildung zum Segelflugpiloten beim LSV Seligenstadt-Zellhausen nicht zu empfehlen. Denn schon wieder mussten die Nachwuchspiloten des Vereins einige Stufen in Angriff nehmen...
Mühe mit häufigem Treppensteigen? Dann ist eine Ausbildung zum Segelflugpiloten beim LSV Seligenstadt-Zellhausen nicht zu empfehlen. Denn schon wieder mussten die Nachwuchspiloten des Vereins einige Stufen in Angriff nehmen.

Erst im Vorjahr hatten die begeisterten Flieger beim jährlichen Jugendvergleichsfliegen die Plätze 1 und 3 mit nach Hause gebracht. Logisch, dass da noch ein zweiter Platz in der Sammlung fehlte. Dass ihn dieses Jahr ausgerechnet Newcomer Noah Kleeberg holte, war dabei eine Besonderheit. Erst im Vorjahr hatte der damals 14-Jährige mit dem Fliegen begonnen und sich zum Saisonende freigeflogen. Obwohl noch Flugschüler, darf er seitdem alleine unter Aufsicht eines Bodenfluglehrers fliegen. Dass er sich als Jüngster direkt auch als bester Pilot des Vereins erwies, war somit herausragend.

Das Jugendvergleichsfliegen wird jährlich in einer regionalen, einer hessenweiten und einer bundesweiten Runde bestritten. Aufgrund von Corona hatte im Vorjahr nur der regionale Wettbewerb stattgefunden. Dieses Jahr ging es am 04.09. bei strahlendem Sonnenschein zunächst nach Vielbrunn in den Odenwald. Dort maßen sich 27 Piloten im präzisen Fliegen ihrer Schulungsmaschinen. Neben drei sauberen Starts und Landungen mussten Rollübungen, eine hochgezogene Fahrtkurve, ein sauberer Kreiswechsel und der Seitengleitflug – auch Slippen genannt – gezeigt werden. Wertungsrichter waren Fluglehrer und Angehörige der teilnehmenden Vereine. Aufgrund der geringen Ausklinkhöhen im Windenstart auf der relativ kurzen Bahn in Vielbrunn durften die leistungsschwächeren Flugzeuge vom Typ K8 auf das Slippen verzichten. Aufgrund ihrer bescheidenen Gleitleistung war nicht genug Höhe für alle geforderten Übungen.

Neben Noah Kleebergs 2. Platz kam Timo Ewald auf einen respektablen 5. Vorjahressieger Philipp Sauer wurde 8. Alle drei qualifizierten sich damit für den Hessenentscheid in Langenselbold eine Woche später.

Die zweite Runde konnte aus Termingründen leider nur Noah antreten. Trotzdem fand sich im Verein eine Truppe, die ihn tatkräftig unterstützte. Dabei war ein ähnliches Programm gefragt. Es traten 32 hessische Pilotinnen und Piloten gegeneinander an. Neben dem sportlichen Wettkampf ging es auch diesmal darum, in netter Gemeinschaft Spaß zu haben. Dafür sorgte teils auch das Fluggerät. Mehrere Teilnehmer waren mit der Cabriovariante ihres Youngtimers K8 angereist. In den 60-er Jahren, der Hochzeit dieser Flugzeuge aus Holz, Stahlrohrgerüst und Stoffbespannung waren offene Cockpits noch keine Seltenheit. Auch heute ist es noch eine Gaudi, mit wehenden Haaren zu fliegen.

Noah zeigte, dass er die ASK23 des Vereins ganz hervorragend beherrscht. Neben sauberen Flügen lieferte er präzise Ziellandungen und erreichte am Ende Platz 3. Es war also noch einmal Treppensteigen angesagt.

Bedauerlich war lediglich, dass der Bundesentscheid in Schleswig-Holstein kurzfristig abgesagt wurde. Gerne hätte Noah dort seinen Höhenflug fortgesetzt.
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