Samstag, 31.10.2020
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Zellhäuser Nachwuchspiloten gewinnen Jugendvergleichsfliegen

Die Teilnehmer des Jugendvergleichsfliegens 2020. Zweiter von rechts: Sieger Christian M., Dritter von links: der drittplatzierte Philipp S.
Thomas Horn
Dienstag, 22. 09. 2020 - 22:39 Uhr

Wenn Fachzeitschriften melden, dass der Breitensport Segelflug derzeit unaufhaltsam stagniert, kann man sich in Zellhausen über solche Nachrichten nur wundern. Insbesondere unter Jugendlichen ist der Ansturm auf das Hobby so groß, dass der LSV Seligenstadt-Zellhausen derzeit nicht immer alle Interessenten aufnehmen kann.

Und gerade die Jugendlichen haben am 12. September gezeigt, dass in Zellhausen nicht nur gerne sondern auch gut geflogen wird. Das diesjährige Jugendvergleichsfliegen schlossen die Nachwuchspiloten unter anderem mit dem ersten und dritten Platz ab.

Aufgrund von Corona war der Wettbewerb dieses Jahr auf drei Standorte aufgeteilt worden. Die anschließenden Landes- und der Bundesentscheid entfielen. So reisten die Zellhäuser ins mittelhessische Hirzenhain und traten gegen Piloten aus Bad Nauheim, Gedern, Hörbach und Hirzenhain an. Die Flugzeuge, überwiegend gutmütige Youngtimer mit einer Konstruktion aus Metallrohren, Holz und Stoff ließen erahnen, dass es hier nicht um gute Gleitleistungen sondern um sicheres und präzises Fliegen ging. In zwei Durchgängen mussten nicht nur ein fehlerfreier Start und Landung sondern auch ein vorgegebenes Programm aus Rollübungen und Seitengleitflug gezeigt werden. Darüber hinaus musste bei einer Ziellandung das Flugzeug in einem definierten Landefeld aufgesetzt werden.

Eine Jury aus Betreuern aller Vereine vergab für unsauberes Fliegen Strafpunkte und so bedeuteten null Punkte den Idealfall und eine "saubere Weste". Die hatte sich am besten Christian M. bewahrt, der am Ende ganz oben auf dem Treppchen stand. Viel Platz für andere Vereine blieb dort nicht, denn auch Platz 3 ging an einen Zellhäuser Nachwuchspiloten, Philipp S.

Mit drei bis vier Jahren Flugerfahrung gehören die beiden unter den "Jugendlichen" schon fast zum "Alten Eisen", denn los geht es mit der Ausbildung oft schon im Alter von 14 Jahren. So waren ein Teil der 23 teilnehmenden Piloten auch noch Flugschüler, die bereits alleine fliegen durften, aber noch unter Aufsicht eines Bodenfluglehrers unterwegs waren.

In Summe waren alle Teilnehmer und Betreuer froh, dass nach allen Unwägbarkeiten dieses Jahr überhaupt ein Wettbewerb stattfinden konnte. Es war ein entspannter und erfolgreicher Tag, den man im nächsten Jahr gerne so wiederholen möchte.

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