Mittwoch, 18.09.2019

Mit dem LBV zu den Wölfen in der alten Fasanerie

Wolf in freier Wildbahn
Bosch, Christoph
Montag, 09. 09. 2019 - 16:23 Uhr

in der alten Fasanerie in Klein-Auheim räumte Günter Trapp, ein anerkannter Wolfsberater des LBV, mit dem Märchen vom bösen Wolf auf. Trotz des etwas kühlen Wetters fanden sich 39 Interessierte ein, um dem Mythos Wolf näher zu kommen...

in der alten Fasanerie in Klein-Auheim räumte Günter Trapp, ein anerkannter Wolfsberater des LBV, mit dem Märchen vom bösen Wolf auf. Trotz des etwas kühlen Wetters fanden sich 39 Interessierte ein, um dem Mythos Wolf näher zu kommen. Gleich am Anfang erzählte Günter Trapp den Zuhörern viel Wissenswertes über das Tier, das bei uns im Spessart noch nicht angekommen ist. Der Wolf lebt in Familienverbänden mit sieben bis zehn Mitgliedern, geht den Menschen aus dem Weg und reißt junge oder schwache Tiere. Da es inzwischen eine große Population an Wildschweinen und Rehen gibt es ausreichend Nahrung, in dem er den Nachwuchs dezimiert. Um große Tiere macht er oft einen Bogen. Günter Trapp zeigte zum Beweis, das Gebiss eines ausgewachsenen Keilers, das dem Wolf gefährlich werden kann. Probleme mit Wölfen kann es durch Anfüttern durch den Menschen geben. Normalerweise meidet er den Ort wo es nach Menschen riecht. In den letzten Jahrzehnten ist kein Mensch von Wölfen, aber von vielen Hunden verletzt oder getötet worden. Schafe sind ebenfalls eine einfache Beute für den Wolf und deshalb werden die Schafhalter auch unterstützt beim Kauf von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden. Viele Programme dazu gibt es schon. Günter Trapp zeigte die Grau- und Polarwölfe in den großen Gehegen und konnte einige Geschichten über sie erzählen. Zum Beispiel gibt es auch Mobbing unter den Tieren oder Weibchen die Jungwölfe untereinander ausspielen. Also nicht anders wie bei uns Menschen. Die Hirsche waren gerade in der Brunft und wir konnten beobachten wie der Platzhirsch sein Revier verteidigte. Günter Trapp wusste auch da einiges zu berichten. Die Mufflons fraßen gerne den Kindern das Futter aus der Hand, das Günter Trapp mitgebracht hatte. Anmutig zogen die Luchse an uns vorbei und keiner konnte verstehen, dass diese herrlichen, unter Schutz stehenden Tiere, bei uns verfolgt und getötet werden. Einen in freier Wildbahn zu Gesicht zu bekommen grenzt an ein Wunder und der Mensch gehört mit Sicherheit nicht zu ihrem Beuteschema. Zum Abschluss der Führung konnten wir noch die großen Wisente bewundern, die amerikanischen Bisons ähneln. Diese Tiere wurden dort von den weißen Siedlern fast ausgerottet. Hoffen wir, dass der Wolf eine Chance bekommt bei uns wieder heimisch zu werden. Der Wolf ist von selbst zurückgekommen und wir müssen lernen wieder mit ihm zu leben. Die Gruppe verabschiedete sich, mit neuen Erkenntnissen im Gepäck zufrieden von dem hervorragenden Referenten

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