Samstag, 07.12.2019

Keimend, knospend, wachsend - Bäume und Sträucher im Winter

Sandra Nees
Dienstag, 03. 12. 2019 - 12:07 Uhr

Nach und nach haben die Laubgehölze ihre Blätter fallen gelassen. Wie kann trotzdem eindeutig eine Linde, ein Haselstrauch oder jegliches anderes Gehölz bestimmt werden? Dieser Frage ging am ersten Advent eine kleine Gruppe Naturbegeisterter nach - mit Erfolg: im Park Schönbusch erkundeten sie die Entstehung, Form und Anordnung der Knospen, die sich mit verschiedenen Farben, spitzen und kugeligen Formen, gehäuft oder als große, einzelne Endknospe gut unterscheiden lassen.

„Wichtige Hinweise liefern zunächst die Wuchsform von Baum oder Strauch, die Rindenstruktur und noch vorhandene Reste wie Blätter oder Früchte“, erklärt Judith Henkel vom Landesbund für Vogelschutz. So wie bei der Platane, deren sternähnliche Früchte wie Weihnachtskugeln an den Zweigen hängen. Auch die Hainbuche und die Linde können gut an ihren noch vorhandenen Samenständen erkannt werden. Der nächste Schritt ist dann die Knospenbestimmung: „Hier muss vor allem auf vorhandenen Jungwuchs geachtet werden“, fährt die Exkursionsleiterin fort, denn die Knospen hochgewachsener Bäume sind für die Gruppe nicht erreichbar.

Doch auch an einem entwurzelten Baum, der nun den Pflanzenfreunden zu Füßen liegt, können die Knospen direkt bestimmt werden. Nach und nach prägen sich die häufigeren Arten bei den Teilnehmern ein und nach einem spannenden und humorvollen Spaziergang nimmt jede/r etwas für sich mit - nicht zuletzt den Geschmack der Lindenknospen im Mund, die sehr bekömmlich sind. Wie schön, dass sich in der Natur zu jeder Jahreszeit etwas entdecken lässt!

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