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Die ersten 50 „Naturgärten – Bayern blüht“ in Unterfranken sind zertifiziert.

Gartenfreunde aus ganz Unterfranken kamen nach Himmelstadt, um dort die rautenförmige Plakette und die Urkunde für die Zertifizierung "Naturgarten ? Bayern blüht" zu empfangen.
Christine Bender
Sonntag, 15. 11. 2020 - 12:26 Uhr

Bei prächtigem Spätsommerwetter in Himmelstadt überreichte Dr. Otto Hünnerkopf, der Vorsitzenden des Bezirksverbands für Gartenbau und Landespflege, die Plaketten und Urkunden „Naturgarten - Bayern blüht“ an die stolzen Gartenbesitzer.
Kein Garten gleicht dem anderen. Vom Nutzgarten wie der Garten am Würzburger Käppele über naturbelassene Gärten bis hin zu Gärten, die bis ins letzte Detail naturnah gestaltet sind wie Reihenhausgärten, Villengärten, Wohngärten mit großem Schwimmteich sowie Umwelt- und Lehrgärten in Oberschleichach und Stockstadt am Main, war alles bei der Zertifizierung dabei.
In einer Präsentation von Christine Bender konnten die Naturgartenbesitzer einen Blick auf die anderen zertifizierten Gärten werfen. Zudem hatte die Landwirtschaftsrätin vom Gartenbauzentrum Bayern Nord (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), die die Zertifizierung in Unter- und auch in Oberfranken zusammen mit den Kreisfachberatern und Gästeführern Gartenerlebnis Bayern durchführte, für jeden Gartenbesitzer einen Bogen mit einer Auswahl von Bildern angefertigt.
Die meisten der 14 zertifizierten Naturgärten sind im Landkreis Würzburg. Acht wurden in Kitzingen, sieben in Main-Spessart, sechs in Schweinfurt, fünf in Bad Kissingen, vier in Rhön-Grabfeld, vier in Aschaffenburg, zwei in Haßberge und einer in Miltenberg zertifiziert.
Ziel der Zertifizierung ist eine boden- und wasserschonende Bewirtschaftung sowie die Förderung von unterschiedlichen Lebensräumen für verschiedene Lebewesen und der Erhalt der Artenvielfalt im Haus und Kleingarten. Das ist auch ein Beitrag zum Klimaschutz, lobte Dr. Otto Hünnerkopf. Vier „Kernkriterien“ müssen erfüllt werden. Neben dem Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger zählen zu diesen Kernkriterien auch der Verzicht auf Torf und chemische Pflanzenschutzmittel. Außerdem muss der Garten eine hohe ökologische Vielfalt (Biodiversität) aufweisen. Dazu kommen „Kann-Kriterien“ wie der Einsatz von Insektennahrungspflanzen, heimischen Bäumen und Sträuchern. Punkte gibt es auch für Mischkultur im Nutzgarten, Mulchen, Gründüngung, Wilde Ecken, Kompost, Nützlingsunterkünfte und Regenwassernutzung.
Auch ein Naturgarten will gepflegt sein. Naturgarten bedeutet nicht, der Wildnis freien Lauf zu lassen. Hier geht es um das Gestalten im Einklang mit der Natur. Das ist gut für den Klimaschutz und schafft überlebensnotwendige Trittsteinbiotope für Tiere und Pflanzen. Die Zertifizierung soll Signalwirkung haben, Gärten herausstellen, die vielfältig, biologisch und nach dem Vorbild der Natur bewirtschaftet werden. Sie fördern Fauna und Flora und sind doch Orte der Entspannung und des Rückzugs.
Sie wollen Ihren Naturgarten auch zertifizieren lassen? Dann wenden Sie sich an ihren Kreisverband für Gartenbau- und Landespflege Aschaffenburg e.V.: www.kv-gartenbauvereine-ab.de.

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