Mittwoch, 23.05.2018

Plastikfreie Zone - Natur und Umwelterziehung im Schneppenbacher Kindergarten.

Mama hat alles richtig gemacht!
BarbaraSchwede
Montag, 12. 03. 2018 - 09:52 Uhr

Unsere Welt befindet sich in einem Plastik-Zeitalter. Plastik jedoch hat gefährliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Natur. Man geht davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind Kunststoffe vollständig zu zersetzen...

Unsere Welt befindet sich in einem Plastik-Zeitalter. Plastik jedoch hat gefährliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Natur. Man geht davon aus, dass Mikroorganismen nicht in der Lage sind Kunststoffe vollständig zu zersetzen. So dauert der Abbau einer Kunststoffflasche oder einer Wegwerfwindel ungefähr 450 Jahre. Neben den gesundheitlichen Folgen für uns leidet ganz besonders die Tierwelt unter dem vielen Plastikmüll, der früher oder später in die Ozeane gelangt.
Wir wollen schon im Kindergarten anfangen die Kinder auf dieses Umweltproblem aufmerksam zu machen und sie in kleinen Schritten zu sensibilisieren bzw. Möglichkeiten der Kunststoffvermeidung im Alltag aufzeigen.
Den krassesten Einschnitt erfuhren die Kinder schon am ersten Tag. Beim Ausräumen der Gruppe zeigte sich, dass so gut wie nichts mehr übrigblieb. Kunststofffrei bedeutete für sie nun Spielen ohne Lego, Playmobil, Duplo, Clics, Fahrzeugen, Puppen etc.. Erste Reaktion: „Zu Hause machen wir die Hausaufgabe aber nicht!“ Bei dem Thema: ‚Küche ohne Plastik‘ war die Mitarbeit der Eltern gefragt: „Wie verpacke ich Lebensmittel ohne Kunststoffe? Was gebe ich meinem Kind ohne Umverpackung mit?“ Das Essen und Trinken mit eigenem Porzellangeschirr hingegen fanden die Kinder wegen des Wiedererkennungswerts originell. Sehr aufregend war auch das plastikfreie Einkaufen. Es war nicht einfach unsere Einkaufsliste im Supermarkt ohne Kunststoffverpackung abzuarbeiten. Kindermund: „Guckt mal, sogar der Salat ist in Plastik eingepackt!“ Zum Glück gab es wenigstens bei den Süßigkeiten Schokolade in Pappverpackung. Dagegen landeten unsere Einkäufe vom Wochenmarkt und aus der Bäckerei direkt in unseren Baumwolltaschen. Auch fanden wir in der Apotheke Zutaten, die wir am nächsten Tag bei der abenteuerlichen aber spaßigen Herstellung kunstofffreier Körperpflegemittel benötigten. Denn Körperpflege ohne Plastik war ein weiterer Schwerpunkt unseres Projektes. Schön zu sehen war es wie die Kinder nach kurzer Zeit darauf achteten, wo uns überall Plastik dominiert und kritisch analysierten was noch alles entfernt werden muss. Selbst für uns Erwachsene gestaltete sich der Kunststoffverzicht als schwierig. Doch wegen des hohen Anklangs und der Nachhaltigkeit wird unser Projekt ‚Kunstofffasten‘ noch bis Ostern fortgeführt. Diese Idee gefiel den Erfindern -Firma WohnDichFit- unseres ökologischen Ostergeschenks so gut, dass sie dieses kostenfrei zur Verfügung stellten.


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